Aufruf an die Bürgerinnen und Bürger Frankfurts: Öffentliche Diskussion über Altstadtbebauung nutzen

Auf der nächsten Sitzung des Sonderausschusses Dom-Römer steht die Debatte und Beschlussfassung über die Magistratsvorlage zur Neubebauung des Areals Technisches Rathaus an. Dabei hat man sich bewusst die notwendige Beratungszeit genommen, die ein derartiges „Jahrhundertprojekt“, mit dem die Stadt Frankfurt unter gewaltiger finanzieller Anstrengung ein wichtiges Stück Stadtreparatur vornimmt, erfordert.

"Mit der Einigung zwischen CDU und GRÜNEN und der anstehenden Beschlussfassung wird ein großer Schritt getan“, so die Ausschussvorsitzende Heike Hambrock, "dem allerdings noch weitere folgen müssen. Wir hoffen daher, dass die öffentliche Veranstaltung des Magistrats am 30. August von den Bürgerinnen und Bürgern genutzt wird, weitere Impulse für die nächsten Entscheidungen zu geben. Vor allem würden wir uns wünschen, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Planungswerkstatt weiter die Debatte mitgestalten, denn viele ihrer Ideen sind in der Magistratsvorlage berücksichtigt und lieferten die Grundlage weitergehender Überlegungen der Koalition.“ Das Instrument der Planungswerkstatt, das hier erstmals zur Anwendung kam, hat sich damit als gewinnbringend für schwierige Planungsprozesse erwiesen.

Nächste Beratungsgegenstände im Sonderausschuss sind die Themen Gestaltungssatzung und Altstadtbeirat. Dem Altstadtbeirat muss eine stringente Geschäftsordnung gegeben werden, die der Fachkompetenz den absoluten Vorrang gibt und Interessenskonflikte bei den Mitgliedern des Beirats ausschließt. Relativ zügig muss man sich Gedanken über die geforderte hochkarätige und kompetente Besetzung des Beirats machen.

"Regensburg könnte hier als Vorbild herangezogen werden, d.h. wir werden versuchen, entsprechende Fachleute in eine der nächsten Sitzungen einzuladen," erläutert die Ausschussvorsitzende. Dann muss die Projektentwicklung vergeben und Bauherrn für die zu rekonstruierenden Häuser gefunden werden – hier werden wir die Altstadtfreunde beim Wort nehmen! Und nicht zuletzt müssen die Vorgaben für den Wettbewerb zur Bebauung des Archäologischen Gartens unter Einschluss des Roten Hauses und der Goldenen Waage festgelegt werden, denn der Wettbewerb braucht eine inhaltliche Unterfütterung. Dieser Bereich wurde übrigens bewusst in der Magistratsvorlage ausgespart, denn hier geht es nicht nur um das Thema einer adäquaten Überbauung und Nutzung, sondern auch um die wichtige Neukonzeption des Archäologischen Gartens.