Elektronische Einbürgerung: In halber Zeit zur Staatsbürgerschaft

"Die geplante Halbierung der Bearbeitungszeit von Einbürgerungsanträgen ist ein gutes Signal an die einbürgerungswilligen Menschen in Frankfurt", freut sich Olaf Cunitz, Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN im Römer.

Am Dienstag unterzeichneten die Stadt Frankfurt und das Land Hessen einen Vertrag zur Einführung der sogenannten "E-Einbürgerung", einem Datenverarbeitungssystem für Einbürgerungsanträge. Während früher die Akten von Behörde zu Behörde geschickt wurden, kann jetzt gleichzeitig auf die elektronischen Daten zugegriffen und diese bearbeitet werden.

"Für die Antragstellerinnen und Antragsteller in Frankfurt bedeutet dies, nicht mehr sechs Monate zu warten, sondern schon eine Entscheidung nach einem Vierteljahr zu haben", so Cunitz weiter. "Dabei war es richtig, dass von Anfang an der Datenschutzbeauftragte des Landes Hessen in die Konzeption eingebunden war, um allen Bedenken Rechnung zu tragen."

"Es ist gut, dass Frankfurt bei diesem Verfahren eine Vorreiterrolle übernimmt, da hier mit rund 3.200 Anträgen im letzten Jahr, über 20 Prozent aller Einbürgerungen in ganz Hessen stattfinden", erläutert Cunitz.

"Mit der Einführung dieses Verfahrens ist Frankfurt nicht nur ein Stück bürgerfreundlicher geworden, sondern es wurde auch ein kleines Stück des Weges, hin zu einem modernen Einwanderungsland zurückgelegt", stellt Cunitz abschließend fest.