Herointherapie: Erster Schritt getan, weitere Schritte notwendig

"Das Einlenken der CDU/CSU-Bundestagsfraktion ist ein erster und wichtiger Schritt um Schwerstabhängigen die notwendige Hilfe weiter zukommen zu lassen", stellt Olaf Cunitz, Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN im Römer, fest. "Die Auswertung des Modellprojekts in sieben Städten hat gezeigt, dass diese Behandlung der Methadontherapie überlegen ist und deutliche Erfolge bei schwerstabhängigen Patienten erzielt werden können."

Am Wochenende hatte Unions-Fraktionschef Volker Kauder erklärt, dass die bisher sich in Behandlung befindlichen Patienten weiter mit synthetisch hergestelltem Heroin (Diamorphin) therapiert werden sollen.

"Was jetzt erreicht wurde, ist ein Verdienst von Gesundheitsdezernentin Manuela Rottmann (GRÜNE) und all jenen, die sich parteiübergreifend für die Diamorphintherapie engagiert haben", so Cunitz. "Es müssen nun weitere Schritte folgen, damit aus dem Modellversuch eine Regelversorgung für Schwerstabhängige, auf einer klaren gesetzlichen Grundlage wird."

"Es muss unbedingt möglich werden, weitere Patienten in die Diamorphintherapie aufzunehmen", macht Cunitz deutlich. "Der Bedarf ist in Frankfurt gegeben, zusätzliche Schwerstabhängige zu behandeln, bei denen andere Therapieansätze bisher keinen Erfolg gezeigt haben."

"Die Kommunen dürfen aber nicht alleine auf den Kosten sitzenbleiben. Deswegen bleiben eine gesetzliche Regelung und die Übernahme der Kosten durch die Krankenkassen weiter auf unserer politischen Agenda. Ein erster Schritt ist getan, aber es gibt noch keinen Grund sich zufrieden zurückzulehnen", so Cunitz abschließend.