GRÜNE begrüßen Ausbau des S-Bahn-Netzes

Zum geplanten Bau der Nordmainischen S-Bahn und dem Ausbau der Main-Weser-Bahn erklärt Stefan Majer, verkehrspolitischer Sprecher der GRÜNEN im Römer:

Mir großer Genugtuung nehmen wir zur Kenntnis, dass die Landesregierung endlich den politischen Willen bekundet, den notwendigen und lange überfälligen Schritt zur weiteren Komplettierung des regionalen S-Bahn-Netzes verwirklichen zu wollen. 
Der Ausbau der beiden Strecken nach Friedberg und Hanau bringt eine enorme Verbesserung der Anbindung zweier großer Frankfurter Einzugsgebiete an den ÖPNV.
Dies wird erheblich dazu beitragen, die allmorgendlichen nach oder durch Frankfurt laufenden Pendlerströme weiter von der Straße auf die Bahn zu verlagern. 
Angesichts der Debatten um unerträgliche Verkehrverhältnisse und daraus folgende Lärm- und Schadstoffbelastung in den Innenstädten ist es notwendig, konkurrenzfähige Angebote zum Individualverkehr zu machen, anstatt die auf Mobilität angewiesenen Menschen mit Forderungen wie der „Pendler-Maut“ zu verprellen. Bei der Nordmainische S-Bahn kommt hinzu, dass mit diesem Angebot des öffentlichen Personennahverkehrs die für Mensch und Umwelt wesentlich sinnvollere Alternative zum Riederwaldtunnel im Frankfurter Osten vorangetrieben wird.

Die Planungsbehörden sind nun gefordert, zu einer raschen Realisierung der beiden Strecken beizutragen. Vor allem beim geplanten vierspurigen Ausbau der Main-Weser-Bahn zwischen Frankfurt und Bad Vilbel hat es die Landesregierung selbst in der Hand, die bestehenden Vorbehalte einiger Anwohner zu zerstreuen und für einen bestmöglichen Schutz vor Lärm und Erschütterung zu sorgen, dort, wo die Bahntrassen durch dicht besiedelte Wohngebiete führen.

Die auch jüngst wieder vorgebrachten Vorwürfen gegen den vierspurigen Ausbau der Main-Weser-Bahn – dass diese nur dem Güterverkehr dienen – werden auch durch stetige Wiederholung nicht richtiger: Die möglichen, zusätzlichen Güterzüge in der Nacht könnten bereits jetzt jederzeit abgewickelt werden – allerdings ohne irgendwelchen Lärmschutz! -, da die Kapazitätsengpässe auf dieser Strecke bekanntermaßen tagsüber bestehen.