GRÜNE: Unverständnis über die Entscheidung von Kultusministerin Wolff

Zur Mitteilung der hessischen Kultusministerin Karin Wolff (CDU), dass der Schulentwicklungsplan A der Stadt Frankfurt nicht zum nächsten Schuljahr umgesetzt werden kann, erklärt Manuel Stock, bildungspolitischer Sprecher der Fraktion DIE GRÜNEN IM RÖMER:

Die Stadt hat es durch engagierte Arbeit des Stadtschulamtes und des Bildungsdezernates mit den Beteiligten geschafft, dass der neue „Schulentwicklungsplan A – allgemeinbildende Schulen“ (SEP-A) in der Rekordzeit von einem Jahr erstellt wurde. Das Land brauchte vier Monate, um festzustellen, dass es nicht genügend Zeit für eine ordnungsgemäße Prüfung habe und dies der Stadt in einem kurzen Brief mitzuteilen. Dies macht deutlich, dass der angebliche Zeitmangel ein vorgeschobenes Argument erster Güte ist. Die Erarbeitung des SEP-A war in enger Abstimmung mit den Staatlichen Schulamt für die Stadt Frankfurt, als auch dem Hessischen Kultusministerium erfolgt.

Die hessische CDU scheint noch immer nicht in der Gegenwart angekommen zu sein. Sie berücksichtigt den Elternwillen bei der Schulwahl noch immer nicht, sondern fährt ihre ideologische Politik gegen die Integrierten Gesamtschulen fort. Die Frankfurter CDU ist in der Koalition mit den GRÜNEN einen deutlichen Schritt weiter voran gegangen. Der vom schwarz-grünen Magistrat vorgelegte SEP-A sieht unter anderem die Umwandlung der Heinrich-Kraft- und Georg-Büchner-Schule in Integrierte Gesamtschulen vor.

Die Entscheidung der Kultusministerin ist nicht nachvollziehbar und scheint allein politisch motiviert. Die GRÜNEN sind gespannt, wie Karin Wolff ihr Verhalten ihren Parteifreunden in Frankfurt erklärt.

Wir GRÜNE hoffen, dass das Land Hessen den SEP-A nun bald genehmigen wird und die Schulen und den Schulträger nicht im Regen stehen lässt. Die Schulgemeinden sollen sich in ihrem Reformbemühungen nicht durch das hoffentlich kurze Störfeuer des Landes abbringen lassen.