Planungsverband: Schlechter Start für Ersten Beigeordneten

Zu den Äußerungen des neugewählten Ersten Beigeordneten im Planungsverband Ballungsraum Frankfurt/ Rhein-Main, Heiko Kasseckert (CDU), zu Windkraftanlagen, erklärt Olaf Cunitz, Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN im Römer:

Mit seinen ablehnenden Äußerungen zur Ausweisung von Flächen für Windkraftanlagen hat Heiko Kasseckert einen denkbar schlechten Start als Erster Beigeordneter des Planungsverbands hingelegt. Es handelt sich dabei um eine verbohrte, ideologische Blockadepolitik, die jegliches Verständnis für eine zukunftsweisende Energiepolitik vermissen lässt.

Der Klimawandel erfordert es, für mehr Energieeffizienz und einen starken Ausbau regenerativer Energieträger zu sorgen. Dazu gehört auch der Bau neuer Windkraftanlagen.

Windenergieanlagen stärken unsere regionale Wirtschaft, sie schaffen Arbeitsplätze und schützten das Klima. Selbstverständlich müssen naturrelevante Aspekte beachtet werden, wenn es um die Planung der Windenergienutzung geht. Ein stetiges Blockieren von Windkraftanlagen, wie es von Kasseckert angekündigt wurde, zeugt jedoch von energiepolitischer Blindheit.

Während die schwarz-grüne Koalition in Frankfurt eine vorbildliche Klimaschutzpolitik betreibt, herrscht an der Spitze des Planungsverbandes offenbar die klimapolitische Steinzeit.

Angesichts der steigenden Öl- und Gaspreise wird deutlich, dass wir einen starken Ausbau der Erneuerbaren Energien brauchen, um aus der sich immer schneller drehenden Preisspirale auszubrechen und die Energieversorgung auch in Zukunft gewährleisten zu können. Eine wichtige Rolle bei der alternativen Stromerzeugung kommt dabei der Windkraft zu. Davor sollte auch im Planungsverband niemand die Augen verschließen.