GRÜNE fordern Ende des Kormoranabschusses

Die umweltpolitische Sprecherin der GRÜNEN im Römer Martina Feldmayer fordert ein Ende des Kormoranabschusses an der Nidda:

Nach Ansicht der GRÜNEN im Römer ist die Tötung von Kormoranen kein probates Mittel, um die Vögel auf Dauer von Gewässern fernzuhalten. Tötet man eine gewisse Anzahl – von 30 Tieren ist jetzt die Rede – kommen andere Kormorane nach. So hat letztendlich auch der Abschuss im Frühjahr nicht dazu geführt, dass die Anzahl der Tiere verringert wurde. Die GRÜNEN im Römer betonen, dass der Ausdruck „Vergrämung“ irreführend sei. Es handelt sich hierbei um den Abschuss der Kormorane und nichts anderes.

Die umweltpolitische Sprecherin der GRÜNEN im Römer weist darauf hin, dass der Abschuss von Kormoranen im Frankfurter Grüngürtel und im Landschaftsschutzgebiet den Zielen des Naturschutzes widerspricht. Feldmayer ist davon überzeugt, dass die Bejagung von Kormoranen auch negative Auswirkungen auf andere Tierarten im Grüngürtel und im Landschaftsschutzgebiet haben wird. Wichtiger ist es nach Ansicht der GRÜNEN, den Gewässerschutz an der Nidda zu verbessern und mit den Renaturierungsmaßnahmen wie mit dem Abbau der Wehre zügig zu beginnen.  

Die GRÜNEN sind davon überzeugt, dass zum Schutz der Nidda und besonders geschützter Fischarten kein Abschuss von Kormoranen nötig ist. Es gibt ein gesundes Gleichgewicht von Jäger und Beute. Würde der Kormoran die Gewässer „leer fischen“ würde er seine eigene Lebensgrundlage zerstören.

Die GRÜNEN im Römer halten es auch für fragwürdig, dass aufgrund einer Bestandsaufnahme von gefährdeten Fischarten an der Nidda im Rahmen der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie der Abschuss von Kormoranen im Frühjahr freigegeben wurde. Diese Bestandsaufnahme der Fischarten ist kein Gutachten, welches untersucht, wie sich der Kormoran auf die Fischökologie auswirkt. „Diese Bestandsaufnahme wurde lediglich dazu benutzt eine Genehmigung zum Abschuss der Tiere zu bekommen“, so Feldmayer.

Es ist wenig nachvollziehbar, dass einerseits Artenschutz und Artenvielfalt in Frankfurt gefördert werden sollen und dass man andererseits eine Art, die sich hier wieder neu angesiedelt hat, dezimieren und vertreiben will. Sollten in diesem Fall bereits Abschussgenehmigungen erteilt worden sein, fordern die GRÜNEN im Römer, diese unverzüglich zurück zunehmen.