Grüne begrüßen Aussetzung des Kormoranabschusses – weitere Gutachten nötig

Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN IM RÖMER Stefan Majer und die umweltpolitische Sprecherin der GRÜNEN IM RÖMER Martina Feldmayer begrüßen, dass nun in Gesprächen mit der Unteren Fischereibehörde und der Unteren Naturschutzbehörde ein vorläufiges Ende des Kormoranabschusses an der Nidda erzielt werden konnte.


Hier wurde einvernehmlich festgesetzt, dass es im September nächsten Jahres eine weitere Untersuchung des Fischbestands an der Nidda geben soll. Bis dahin soll die Abschussgenehmigung ausgesetzt werden. „Das ist ein Erfolg für den Artenschutz in Frankfurt, der den Grünen am Herzen liegt“, so Feldmayer.

Bei der Untersuchung des Fischbestandes im September nächsten Jahres soll herausgefunden werden, ob gefährdete Fischarten an der Nidda im Laufe des Jahres dezimiert wurden bzw. wie sich der Fischbestand hier entwickelt hat, um Rückschlüsse auf die Bejagung der Fische durch den Kormoran ziehen zu können. Die GRÜNEN IM RÖMER  begrüßen auch die Auffassung der Unteren Fischereibehörde und der Unteren Naturschutzbehörde, dass eine Tierart nicht gegen die andere Tierart ausgespielt werden soll.

Martina Feldmayer, umweltpolitische Sprecherin der GRÜNEN IM RÖMER macht jedoch darauf aufmerksam, dass die Untersuchung des Fischbestandes nur ein Teil einer umfassenderen Betrachtung der Problematik sein kann. Sie fordert ein umfassendes Gutachten zu diesem Thema, das die ökologischen Rahmenbedingungen für die verschiedenen Tierarten – Fische und Kormorane – ins Auge fasst, eine Zählung der Kormoraneinflüge zum Bestandteil hat und von Fachinstituten durchgeführt wird. Den Fischbestand alleine zu zählen reicht nicht aus, da auch andere Faktoren, außer dem Kormoran, Einfluss auf den Fischbestand haben können.