GRÜNE wollen Artenschutz in Frankfurt voranbringen

Der Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN im Römer Olaf Cunitz und die umweltpolitische Sprecherin der GRÜNEN im Römer Martina Feldmayer setzen sich dafür ein, dass die Stadt Frankfurt ihr Engagement für den Artenschutz im Stadtgebiet verstärkt:  

Dazu haben die GRÜNEN im Römer einen umfangreichen Antrag (NR 1066) in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht, der den Erhalt und Schutz der biologischen Vielfalt zum Ziel hat.

Besonders im Bereich des Fledermaus- und Vogelschutzes können nach Meinung der GRÜNEN im Römer noch vertiefende Massnahmen in Frankfurt ergriffen werden.  So soll die Stadt Frankfurt prüfen, wo an städtischen und stadtnahen Gebäuden Artenschutzmassnahmen wie zum Beispiel Nisthilfen eingerichtet werden können. Hier gibt es zwar schon Initiativen von Umweltschutzverbänden und engagierte Bürgerinnen und Bürger, die ihre Gebäude Fledermausfreundlich gestalten. Doch hier könnte die Stadt Frankfurt auch selbst tätig werden und diese Aktivitäten von der Staatlichen Vogelschutzwarte in Frankfurt koordinieren lassen.

Ein weiterer Aspekt des Antrags der GRÜNEN gilt dem Schutz von alten Bäumen, wo gefährdete Vogelarten brüten bzw. wo es Fledermäuse gibt. Hier soll verstärkt auf den Erhalt und die Kennzeichnung der Bäume geachtet werden.

Nach Meinung der GRÜNEN sollen die Streuobstwiesen in Frankfurt mit ihrer biologischen Vielfalt verstärkt beworben und auch mit einer Kampagne dafür geworben werden. „Die Stadt Frankfurt ist nicht nur Wirtschaftsstandort und Verkehrsknotenpunkt, sondern die Stadt des Grüngürtels und der Streuobstwiesen, wo unser Nationalgetränk, der 'Ebbelwoi' seinen Ursprung hat“, so Feldmayer. Die Streuobstwiesen sind wertvoller Lebensraum für selten gewordene Vogelarten wie zum Beispiel der Steinkauz. Deshalb muss für deren Erhalt eine besondere Aufmerksamkeit gelten. Das schafft man am besten nach Meinung der Grünen, in dem man dies ins Bewusstsein der Menschen bringt.  

Bei Spaziergängen im Grüngürtel sollen die Menschen nach den Vorstellungen der GRÜNEN im Römer mit Hilfe von Informationsstelen darüber aufgeklärt werden, wo es zum Beispiel Graureiher- und Kormorankolonien gibt oder wo andere interessante Vogelarten ihren Lebensraum haben. Das könnte nach Meinung von Martina Feldmayer eine sinnvolle Ergänzung der bereits bestehenden Informationstafeln im Grüngürtel sein.