Herausforderungen meistern: Koalition beschließt 170 zusätzliche Stellen in der Stadtverwaltung

Die Koalition aus CDU und Grünen im Römer hat am heutigen Dienstag beschlossen, 170 zusätzliche Stellen bereits mit dem Nachtragshaushalt 2016 für die Stadtverwaltung vorzusehen. "Die Stellen sind vor dem Hintergrund der Herausforderungen, die wir als Stadtverwaltung jetzt und auch künftig zu meistern haben, ein wichtiger Schritt, um weiterhin handlungsfähig bleiben und die Aufgaben mit der bisherigen Qualität erledigen zu können", erläutern Bürgermeister Olaf Cunitz und Stadtkämmerer Uwe Becker.

Nach einer ersten Kalkulation wird der Personaletat durch die neuen Stellen um rund 9,6 Millionen Euro ausgeweitet werden. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass die Kosten für die speziell im Jugend- und Sozialbereich anfallenden Stellen bis zu 100 Prozent vom Land Hessen refinanziert werden können. Insgesamt sind dies rund fünf Millionen Euro. Somit sind von der Stadt Frankfurt am Main nur 72 der 170 Stellen komplett zu finanzieren, was unter dem Strich rund 4,6 Millionen Euro an zusätzlichen Personalkosten ausmacht.

Die Stellen werden aus unterschiedlichen Gründen beantragt. 98 der 170 Stellen werden aufgrund der aktuellen Flüchtlingssituation nachgetragen. Weitere 72 Stellen werden aufgrund der wieder eingeführten Fehlbelegungsabgabe, Veränderungen anderer gesetzlicher Bestimmungen, sowie den Herausforderungen, die insbesondere auch das Wachstum der Mainmetropole mit sich bringt, benötigt.

"Die Stadtverwaltung stößt schon heute in vielen Punkten an die Grenzen ihrer Belastbarkeit. Das stete Wachstum der Stadt in den letzten Jahren und die zusätzlichen Aufgaben der Versorgung der Flüchtlinge bedeuten auch deutlich gewachsene Aufgaben in den Ämtern, die nicht alleine von den vorhandenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geleistet werden können. Um Frankfurt am Main liebens- und lebenswert zu erhalten, ist eine gut funktionierende und adäquat mit Personal ausgestattete Verwaltung unverzichtbar. Wir wollen den Frankfurterinnen und Frankfurtern einen guten Service bieten und haben Verantwortung für die Situation der Beschäftigten. Beidem werden wir mit unserer heutigen Entscheidung gerecht", betonen Cunitz und Becker.