Open Data: ÖPNV-Daten der Allgemeinheit zur Verfügung stellen

Die umfangreichen und leistungsfähigen Informationsangebote sowohl zur Fahrplanauskunft als auch hinsichtlich des Barrierefreien Reisens, die Kundinnen und Kunden von Bus und Bahn aktuell beziehungsweise mit Echtzeitfunktion nutzen können, sollen als sogenannte Open Data offen verfügbar gemacht werden.

Die Koalitionsfraktionen von CDU und GRÜNEN wollen daher im Rahmen der 2013 verabschiedeten städtischen E-Government-Strategie, dass die lokale Nahverkehrsgesellschaft traffiQ, die Stadtwerke Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main und der Rhein-Main-Verkehrsverbund die zur Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs relevanten Daten (Fahrplan- und Fahrbetriebsdaten etc.) als sogenannte Open Data zum Beispiel auf dem städtischen Portal www.offenedaten.frankfurt.de mit maschinenlesbarer Schnittstelle bereitstellen.

Gleiches gilt für Betreiber von Verkehrsstationen (Deutsche Bahn, Stadtwerke Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main) im Stadtgebiet von Frankfurt am Main hinsichtlich der insbesondere für mobilitätseingeschränkte Menschen wichtigen aktuellen Information über die Betriebszustände von Rolltreppen und Aufzügen.

"Der offene Zugang zu sämtlichen relevanten Mobilitätsinformationen für den Öffentlichen Nahverkehr in Frankfurt ist ein wichtiges Element der bürgernahen Stadt und ist ein Gewinn für alle. Wir wollen die Daten daher der Allgemeinheit maschinenlesbar zur Verfügung stellen, so können auch App-Entwickler sie nutzen und damit Bus und Bahn noch attraktiver machen", sagen Helmut Heuser, verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, und Wolfgang Siefert, verkehrspolitischer Sprecher der GRÜNEN im Römer. "Wir haben bereits 2013 begonnen, eine Open-Data-Plattform in Frankfurt aufzubauen. Es muss in Zeiten von e-Government in Frankfurt selbstverständlich sein, dass auch umfassende Informationen und Echtzeitfunktionen zum Öffentlichen Nahverkehr kostenfrei für alle verfügbar sind. Das macht die Nutzung der umweltentlastenden ÖPNV-Angebote noch attraktiver, insbesondere auch für mobilitätseingeschränkte Menschen, für die zuverlässig barrierefreie Reisewege entscheidend sind", so Heuser und Siefert weiter.

"Open Data ist für mich ein zentrales Ziel, für das ich mich von Anbeginn engagiert habe", fügt Herbert Förster, der sich als Pirat der GRÜNEN-Fraktion angeschlossen hat. "Die lokalen Mobilitätsdienstleistungen und alle dazu gehörigen Informationen werden zumeist in städtischen Gesellschaften im Dienste der Bürgerinnen und Bürger generiert. Daher ist es nur logisch, dass diese offenen Zugang hierzu erhalten. Wir wissen außerdem aus anderen Städten, beispielsweise Helsinki, dass Open Data technische Innovationen vorantreibt - und innovative Mobilitätsdienstleistungen nutzen wiederum allen. Daher begrüße ich es sehr, dass wir dies nun mit der schwarz-grünen Koalition endlich weiter voranbringen können", so Förster weiter.