Fraport-Bauantrag zum Billigflieger-Flugsteig: jetzt ist die SPD am Zug

Pressemitteilung der GRÜNEN im Römer vom 16. August 2017

Der Flughafenbetreiber Fraport hat heute den Bauantrag für ein Billigflieger-Flugsteig als ersten Bauabschnitt des neuen Terminals 3 gestellt. Damit liegt die Genehmigung des Ryanair-Piers jetzt auf dem Schreibtisch des zuständigen Planungsdezernenten Mike Josef. "Die Tatsache, dass die Fraport jetzt offensiv auf Billigflieger setzt und den Bau des Terminals 3 mit dem Billigflieger-Flugsteig beginnen will zeigt, dass die Prognosen des Flughafenbetreibers und damit die Begründung für den Ausbau falsch waren. Anders ist die 180-Grad-Wendung beim Geschäftsmodell nicht zu erklären. Statt Hub-Funktion und Qualität gibt's jetzt mehr und mehr Billigflieger am Frankfurter Flughafen", so der Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN, Manuel Stock.

"Die Frankfurter SPD hat vor drei Jahren die Erteilung der Baugenehmigung für das Terminal 3 in der Amtszeit von Planungsdezernenten Olaf Cunitz überaus scharf kritisiert", erinnert Stock. Die heutige SPD-Stadträtin und Lärmschutzbeauftragte des Oberbürgermeisters, Ursula Fechter, nannte die Genehmigung damals "empörend". Aufgrund der fehlenden Schienenanbindung des Terminals 3 forderte der damalige SPD-Fraktionsvorsitzende und heutige Verkehrsdezernent, Klaus Oesterling, "die Genehmigung für den Bauantrag des Flughafenbetreibers zu versagen" und sagte, die Stadt dürfe "diese Planung so nicht hinnehmen". Oberbürgermeister Peter Feldmann und der SPD-Vorsitzende Mike Josef forderten im Jahr 2014 ein Moratorium zum Terminal 3. "Wir sind sehr gespannt, wie Mike Josef als zuständiger Planungsdezernent über den Bauantrag für den Billigflieger-Flugsteig des Terminals 3 entscheiden wird und wie Frau Fechter die Situation bewertet. Die Ausgangslage insbesondere bezüglich der Schienenanbindung hat sich nicht geändert. Nach vielen Show-Veranstaltungen und Versprechungen sowie Beschimpfungen anderer liegt der Bauantrag jetzt auf einem SPD-Schreibtisch", so Stock.