Christopher Street Day: Lautstark für eine freie und offene Gesellschaft

Pressemitteilung der Fraktion DIE GRÜNEN im Römer und des Kreisverbandes Bündnis 90/Die GRÜNEN Frankfurt vom 19. Juli 2018

"Wir stehen weiterhin fest an der Seite all derer, die für die Akzeptanz von Vielfalt streiten und gegen die Diskriminierung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans*, intergeschlechtlichen und queeren Menschen (LSBT*IQ) kämpfen. Wir haben in den vergangenen Jahrzehnten viel erreicht, aber der stärker werdende Rechtspopulismus und der religiöse Fundamentalismus bedrohen den gesellschaftspolitischen Fortschritt. Wir freuen uns auf einen bunten und kämpferischen Christopher Street Day, der die Vielfalt feiert und die politischen Forderungen der Communities auf die Straße bringt", erklärt Dimitrios Bakakis, queerpolitischer Sprecher der GRÜNEN im Römer, anlässlich des Frankfurter CSD vom 20.-22. Juli 2018: "Trotz zahlreicher Verbesserungen der rechtlichen Situation von LSBT*IQ, wie beispielsweise der Aufhebung des Eheverbots für gleichgeschlechtliche Paare im letzten Jahr, gibt es noch viele Baustellen."

"Das Transsexuellengesetz gehört dringend durch ein Selbstbestimmungsgesetz ersetzt, welches das eigene körperliche Empfinden der Menschen in den Vordergrund rückt und die entwürdigende Gutachterpflicht abschafft. Auch werden weiterhin Operationen an intergeschlechtlichen Menschen ohne deren Einwilligung durchgeführt. Eine Praxis, die umgehend aufhören muss", fordert Bakakis. Daneben seien Demonstrationen wie der CSD auch in Anbetracht des gesellschaftlichen Rollbacks weiterhin dringend notwendig: "Es gilt lautstark gegenzuhalten und unsere freie und offene Gesellschaft vehement zu verteidigen".

"Der CSD war schon lange nicht mehr so nötig wie heute. Wir erleben gesellschaftlichen Rollback auf allen Ebenen. Darüber geraten Errungenschaften ins Wanken, darüber geraten Menschen unter die Räder. Wir freuen uns über die Lebendigkeit und die Kraft der zivilgesellschaftlich engagierten Menschen und Milieus. Der CSD spielt hier immer eine tragende Rolle, und auch wir setzen beim CSD wieder lautstark Zeichen. Mit unserem Stand auf der Infomeile ebenso wie mit unserem Wagen bei der Demonstration. Und mit den vielen GRÜNEN Politiker*innen, die sich bei Demonstration, am Stand und auf den Podien der Diskussion stellen. Glücklich sind wir auch darüber, bei diesem CSD erstmals mit einem rein elektrisch betriebenen CSD-Wagen teilnehmen zu können", so Beatrix Baumann und Bastian Bergerhoff, Vorstandssprecher*innen der Frankfurter GRÜNEN.

In Bezug auf Frankfurt sieht sich die GRÜNE-Fraktion auch in dieser Wahlperiode auf einem guten Weg. "Letztes Jahr konnten wir eine städtische Förderung der wichtigen Arbeit des Switchboard und die Bereitstellung von Mitteln zur Aufarbeitung des Schicksals von LSBT*IQ in Frankfurt im Nationalsozialismus und danach durchsetzen. Für 2018 haben wir erreicht, dass Frankfurt dem Rainbow Cities Network beitritt und das Schulaufklärungsprojekt "Schlau Frankfurt" von der Stadt gefördert wird", freut sich Manuel Stock, Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN im Römer.

Grüne Jugend Hessen, Kreisverband Frankfurt, Landesverband Hessen und die Fraktion DIE GRÜNEN im Römer sind wieder gemeinsam mit einem Infostand auf der Großen Friedberger Straße beim CSD Frankfurt vertreten. Seitens BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN nehmen folgende Politiker*innen an der Demonstration teil: Staatssekretär und Bevollmächtigter für Integration und Antidiskriminierung im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration Kai Klose, Landtagsabgeordnete Martina Feldmayer und Karin Müller, Stellvertretende Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN im Römer Ursula auf der Heide und Dimitrios Bakakis, Stadtverordnete der GRÜNEN im Römer Jessica Purkhardt, Sebastian Popp, Wolfgang Siefert und Taylan Burcu, Vorstandsvorsitzende Grüne Jugend Nele Siedenburg (Hessen) und Dilâ Pinar (Frankfurt), Queerpolitischer Sprecher Grüne Jugend Hessen Sascha Majer.