Gefahrenstellen beheben, mehr sichere Radwege schaffen – auch auf der Friedberger

Pressemitteilung der GRÜNEN im Römer vom 21.August 2018

Die GRÜNE-Fraktion begrüßt den Vorstoß des Magistrats Radwege auf der Friedberger Landstraße zwischen Matthias-Beltz-Platz und Friedberger Tor einzurichten. "Die Überlegungen des Magistrats würden eine bedeutende Lücke der Radverbindung von der Alten Brücke über die Konstablerwache ins Nordend und zur Fachhochschule schließen", so Wolfgang Siefert, verkehrspolitischer Sprecher der GRÜNEN im Römer: "Die Verkehrsführung in diesem Bereich der Friedberger Landstraße ist in ihrem jetzigen Zustand für Radfahrende kein geeigneter Verkehrsweg und erzeugt laufend Gefahrensituationen. Wir stehen für eine Verbesserung der Situation der Radfahrenden auf der Friedberger und eine Neuaufteilung des vorhandenen Straßenraums. Eine Reduzierung der Anzahl der Fahrspuren ist übrigens auch eine Voraussetzung für den barrierefreien Umbau der Straßenbahnhaltestellen auf der Friedberger Landstraße, zu der wir gesetzlich verpflichtet sind."

Die GRÜNEN setzen sich seit langem dafür ein, dass der begrenzt vorhandene Straßenraum im Sinne der Radfahrenden und der Zu-Fuß-Gehenden gerechter aufgeteilt wird. Da die Verkehrsflächen meist nicht vergrößert werden können, müssen sie so neu gegliedert werden, dass den Bedürfnissen aller Verkehrsteilnehmenden Rechnung getragen wird. Zur geäußerten Kritik, dem Autoverkehr können die Einschränkungen auf der Friedberger Landstraße nicht zugemutet werden stellt Siefert fest: "Die Radinfrastruktur muss da geplant und gebaut werden, wo die Nachfrage und der Bedarf bestehen und nicht da, wo es den Autoverkehr am wenigsten tangiert. Nur dann können wir das Ziel einer Steigerung des klima- und flächenschonenden und gesundheitsfördernden Radverkehrs in Frankfurt erreichen."

Die große Beteiligung der Frankfurterinnen und Frankfurter am Radentscheid hat eindrucksvoll gezeigt, dass sich die Frankfurter Bevölkerung einen viel weitergehenden Ausbau der Radinfrastruktur wünscht. Seit 2006 konnten viele Verbesserungen für den Radverkehr erreicht werden, aber es bleibt noch sehr viel zu tun. Die vom Magistrat geplante Neuordnung auf der Friedberger Landstraße entspricht zudem einem lange geforderten überparteilichen Wunsch des zuständigen Ortsbeirats.

"Im Lichte der tragischen Radunfälle der vergangenen Wochen müssen alle Gefahrenpunkte bewertet und Verbesserungen umgesetzt werden, damit dort sicher Rad gefahren werden kann. Dies gilt auch und besonders für den noch fehlenden Abschnitt Börneplatz-Cityring auf dieser Radroute", so Siefert abschließend.