Bauen für den sozialen und klimagerechten Bedarf

Pressemitteilung der GRÜNEN im Römer vom 11. Oktober 2019

Die aktuelle Diskussion um den Baulandbeschluss, den die Koalition aus CDU, SPD und GRÜNE gemeinsam beschließen und die Kritik der Baubranche daran zeigt, wie sinnvoll und notwendig es ist, mit einem Baulandbeschluss für mehr Transparenz bei allen Beteiligten zu sorgen.

Zum einen, um die neue Aufteilung der Flächen, die zu einer ausgewogeneren Verteilung von gefördertem und frei finanziertem Wohnungsangebot beiträgt, positiv zu stützen.
"Bei der zukünftigen Planung von Wohnungsbau in Gebieten, die noch ohne Bebauungsplan sind, müssen wir stärker in das Zentrum rücken, dass wir in Frankfurt für den Bedarf der Menschen bauen", so Bernhard Maier, Wohnungsbaupolitiker der GRÜNEN im Römer.

"Wichtig dabei ist, dass die Anzahl der Wohnungen, in der Gesamtzahl der beschlossenen Bebauungspläne in Frankfurt im 1. und 2. Förderweg 30% sowie im ausgewogenen Mietwohnungsbau 15% beträgt und die zusätzlichen 15% an Fläche, die für den gemeinschaftlichen und genossenschaftlichen Wohnungsbau vorgesehen sind, im Konzeptverfahren vergeben werden.
Zum anderen ist eine zukunftsweisende Aufteilung des Planungsgewinnes wichtig, die selbstverständlich wirtschaftlich verträglich neben der Bereitstellung der sozialen Infrastruktur wie Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen vor allem den notwendigen Klimaschutz stärker berücksichtigt. Insbesondere die ökologische Aufwertung öffentlicher Plätze mit mehr Grün dient auch der städtebaulichen Qualität und soll daher grundsätzlich zu den Leistungen der Bauherr*innen gehören. Von einer sozialen und klimagerechteren Weiterentwicklung der Stadt durch einen transparenten Baulandbeschluss profitieren alle, die Bewohner*innen, die Baulandeigentümer*innen, Projektentwickler*innen, Bauherr*innen und der Klimaschutz, der beim Thema Bauen bisher noch zu wenig berücksichtigt wird. Nach einem Jahr intensiver Diskussion ersetzen wir die bisher wenig transparenten städtebaulichen Einzel-Verträge und folgen damit dem Vorbild vieler Städte, die mit ähnlichen Beschlüssen schon konstruktiv mit ihren Bauherr*innen kooperieren", so Bernhard Maier abschließend.