Das Verhalten des Vorstands ist einfach nur unglaublich – AWO Frankfurt muss jetzt Konsequenzen ziehen

Pressemitteilung der GRÜNEN im Römer vom 02. Dezember 2019

Die GRÜNEN im Römer sind erschüttert über die neuesten Veröffentlichungen zu Vorgängen im Vorstand und in der Geschäftsführung des Kreisverbandes der AWO Frankfurt.

"Allein wenn die öffentlich gewordenen Vorwürfe im Zusammenhang mit der 'Dienstwagenrichtlinie' - 400 PS-Boliden für die Geschäftsführung - tatsächlich stimmen, müsste das zu einem sofortigen Rücktritt des Vorstands und im Rahmen der so dringend notwendigen unbeeinflussten Aufklärung zu einer Suspendierung der Geschäftsführung führen", so der Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN im Römer Sebastian Popp.

Und weiter: "Es kann doch nicht sein, dass sich die Mitarbeiter*innen und unzähligen Ehrenamtlichen der AWO jeden Tag für die Frankfurter*innen engagieren, dabei auch für die Stadt unverzichtbare Arbeit leisten, während die Führung der AWO offensichtlich jede Berührung mit dem 'normalen' Leben verloren zu haben scheint."

Nach Auffassung der GRÜNEN im Römer sind die Gremien der AWO jetzt gefordert umgehend Schritte einzuleiten, die die schon jetzt im Raum stehende Liste an Vorwürfen in ihrer ganzen Breite rückhaltlos aufklären.

"Für uns ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, zu dem die AWO zur Bewertung der Vorwürfe die Beauftragung einer externen, auf das Vereinsrecht spezialisierten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft veranlassen muss. Die Tatsache, dass beschuldigte aus Geschäftsführung und Vorstand noch Zugang zu den zu prüfenden Akten haben, ist unvorstellbar und keinesfalls hilfreich für die Aufklärung. Selbst wenn sich die Vorwürfe nicht erhärten lassen, bleibt der Verdacht im Raum, dass wichtige Unterlagen zwischenzeitlich verschwunden sein können", so Popp weiter.

"Auch die anderen Träger, die in ihrer wichtigen Arbeit durch die Stadt Frankfurt unterstützt werden haben ein Recht zu wissen, ob diese unglaublichen Vorwürfe zutreffen. "Es besteht auch deswegen dringlichster Handlungsbedarf von Seiten des Magistrats, alles im Rahmen seiner Möglichkeiten zu unternehmen, um hier ein deutliches Zeichen in Richtung der gesamten Trägerlandschaft und der Steuerzahler*innen zu setzen", befindet Popp.

Abschließend stellt Sebastian Popp fest: "Wenn die SPD als unser Koalitionspartner in der der Causa AWO/Feldmann 'Vertrauensverlust' beklagt, braucht es dazu mehr Transparenz und Glaubwürdigkeit auf Seiten derer, denen konkrete Vorwürfe vorgehalten werden."