Erfolgreiche Unternehmerin, Stifterin und Vorkämpferin für das Frauenwahlrecht ehren - Gedenktafel an der Naxoshalle für Marie Pfungst

Pressemitteilung der GRÜNEN im Römer vom 31.01.2019

"Wir möchten Marie Pfungst´s unternehmerisches und soziales Wirken stärker würdigen. Sie war eine beispielhaft sozial engagierte Unternehmerin. Sie führte erfolgreich das Familienunternehmen Naxos-Union, sie war eine Frankfurterin von besonderem Format", so Ursula auf der Heide, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und frauenpolitische Sprecherin der GRÜNEN im Römer. Marie Pfungst setzte sich für die Rechte junger Frauen und Arbeiterinnen und deren Zugang zu Bildung ein. Sie setzte in Frankfurt viele Impulse für die Rechte der Frauen. Mit ihrer Mutter gründete sie die "Arthur Pfungst-Stiftung", die sich bis heute für gleiche Bildungschancen einsetzt.

"Wir wünschen uns eine Gedenktafel am Naxosgebäude, aber auch eine Gedenkveranstaltung und eine Recherche zum Wirken dieser mutigen Frankfurterin. Der Name des Unternehmens hat überdauert, Marie Pfungst, die wesentlich zu dessen Erfolg beigetragen hatte, blieb unbekannt", so auf der Heide.

In der Zeit der Nationalsozialisten musste sie infolge der "Nürnberger Gesetze" den Vorsitz der Firma und Stiftung abgeben, sie wurde ihres Eigentums beraubt und schließlich nach Theresienstadt deportiert und dort ermordet.

Umso mehr sollte die Stadt Frankfurt in geeigneter Weise den Namen und das Wirken von Marie Pfungst in ehrendem Andenken in Erinnerung rufen und einer größeren Öffentlichkeit zugänglich machen. "Im Rahmen der Ausstellung "Damenwahl-100 Jahre Frauenwahlrecht" wurde dankenswerter Weise auf zahlreiche Vorkämpferinnen des Frauenwahlrechts und bedeutende Figuren innerhalb der Frauenbewegung aufmerksam gemacht.

Marie Pfungst ist eine von ihnen, deren herausragendes Engagement für die Stadt und ihre Bürgerinnen beeindruckend und vorbildlich ist. "Wir werden - bei Einverständnis der Familie - mit einem Antrag eine angemessene Würdigung initiieren", so auf der Heide abschließend.