GRÜNE begrüßen die Fusion von 1. FFC und Eintracht Frankfurt - neue Wege für den Frauenfußball

Pressemitteilung der GRÜNEN im Römer vom 13. Dezember 2019

Zur Fusion von Eintracht Frankfurt und dem 1. FFC erklärt Natascha Kauder, sportpolitische Sprecherin der GRÜNEN im Römer:

"Ich freue mich außerordentlich über diese zum 1. Juli 2020 in Kraft tretende Fusion. Der Frauenfußball in Frankfurt erfährt hierdurch eine enorme Stärkung, Strukturen werden verbessert und für die Reformen im internationalen Bereich werden professionelle Bedingungen geschaffen. Mit Siegfried Diedrich, als Generalbevollmächtigtem, wird das Projekt Zukunft Frauen- und Mädchenfußball nun in Frankfurt in Angriff genommen und die Erfolge werden sicher bald sichtbar sein".

Durch die Fusion verlieren die aktuellen Verträge der Bundesligaspielerinnen zum 30. Juni 2020 ihre Gültigkeit, und müssen neu verhandelt werden. Dies wird ein spannender Prozess nicht zuletzt hinsichtlich der Konditionen gerade für beispielsweise Neu-Nationalspielerin Sophia Kleinherne und weitere begabte Kräfte, die im Blickpunkt der Bundestrainerin stehen. Diese müssen in Frankfurt und in der Nationalmannschaft aussichtsreiche Perspektiven bekommen. Hiermit einhergehend muss auch über eine maßgebliche Anhebung der Gehälter im Frauenfußball gesprochen werden. Andere Frauenmannschaften wie aus der USA sind hier sehr gute Beispiele.

Das hohe Ungleichgewicht zwischen den Millionensummen im Männerfußball und den Gehältern im Frauenfußball sind eklatant und nicht akzeptabel. Realistische Anpassungen auf beiden Seiten sind für die Zukunft nötig.

Die Rolle des Frauenfußballs erfährt in Deutschland noch immer nicht die gebührende Beachtung. Die Zahlen der Vereine, der Spielerinnen und der Zuschauer*innen ist aufgrund fehlender Strukturen eher rückläufig. In Frankfurt werden die Weichen aber nun neu gestellt und Frankfurt kann der verordneten Professionalisierung der UEFA entspannt entgegensehen, nein sogar davon profitieren. Mehr nationale Spiele, mehr Mannschaften, mehr Professionalität - der nächste Schritt wäre dann noch eine entsprechende Entlohnung im Fußball", so Kauder abschließend.