GRÜNE zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung

Pressemitteilung der GRÜNEN im Römer vom 02. Dezember 2019

Zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen am 3. Dezember erklärt Sylvia Momsen, zuständige Sprecherin für Menschen mit Behinderung der GRÜNEN im Römer:

"Behinderte Menschen sind in Deutschland noch immer weit entfernt von einer gleichberechtigten und vor allem selbstbestimmten Teilhabe am Leben in der Gesellschaft. Der vor 25 Jahren von den Vereinten Nationen ausgerufene "Internationale Tag der Menschen mit Behinderung" soll daher jedes Jahr am 3. Dezember das Bewusstsein für ihre Belange schärfen und den Einsatz für ihre Würde und Rechte fördern".

Momsen weiter: "Lebten in Frankfurt im Jahr 2000 noch 54.431 Menschen mit Schwerbehinderung in Frankfurt am Main, waren es im Jahr 2017 bereits 66.680 Menschen - eine Steigerung um 23 % in 17 Jahren. Und es kann jederzeit jede und jeden von uns treffen. In Frankfurt gibt es zweifelsohne zahlreiche Angebote für Menschen mit körperlicher, seelischer oder geistiger Behinderung. Mit der Stabsstelle Inklusion verfügt Frankfurt zudem über eine exzellente Anlaufstelle, die sich um die Belange von Menschen mit Behinderungen kümmert. Und dies sind nicht nur blinde Menschen oder Menschen im Rollstuhl, es sind auch Gehörlose, Menschen mit Gehbehinderung, Menschen mit chronischen oder psychischen Erkrankungen sowie viele andere.

Momsen betont weiter: "Mir ist es wichtig, in unserer Gesellschaft das Bewusstsein dafür zu schärfen, dass Menschen mit Behinderungen eigenverantwortlich handeln und selbstbestimmt leben möchten. Ihre Teilhabe am Leben darf deshalb durch nichts eingeschränkt sein. Sei es beim barrierefreien Wohnen, bei der Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs oder beim Zugang zu Kindertageseinrichtungen oder Schulen als auch im privaten Umfeld, um nur einige Bereiche zu nennen.

Es muss allen bewusst sein, dass dies selbstverständlich nur mit Beteiligung der Menschen mit Behinderung funktioniert. Bei allen Entscheidungsprozessen müssen sie deshalb nach der Maxime "Nichts über uns ohne uns" partizipieren", so betont Momsen abschließend.