Solidarität mit AIDS-Erkrankten und Vermeidung von Neuansteckung

Pressemitteilung der GRÜNEN im Römer vom 29. November 2019

Anlässlich des Welt-AIDS-Tags am Sonntag, den 1. Dezember, rufen die GRÜNEN im Römer die Bürger*innen zu Solidarität und Unterstützung von HIV-Infizierten und AIDS-Erkrankten sowie zur fortgesetzten Vermeidung von Ansteckungsrisiken auf. Hierzu erklärt Birgit Ross, gesundheitspolitische Sprecherin der GRÜNEN m Römer:

"1981 wurde das HI-Virus entdeckt und eine dramatische Krankheit bekam einen Namen: AIDS. Seitdem sind beeindruckende medizinische Fortschritte erreicht worden, so dass Erkrankte heute deutlich besser therapiert werden können. Frankfurt und insbesondere die AIDS-Hilfe waren hierbei von Anbeginn deutschlandweit führend. Als wesentlicher Akteur und Motor wenn es darum ging, neue Konzepte umzusetzen, war und ist die AIDS-Hilfe Frankfurt ein unverzichtbarer und starker Partner in der Gesundheitsprävention Frankfurts. So war es die AIDS-Hilfe, die begonnen hat, Spritzen zu tauschen, als es noch verboten war. Und es war die AIDS-Hilfe, die einen eigenen Pflegedienst aufgebaut hat, als andere hierzu noch nicht in der Lage waren. Die AIDS-Hilfe Frankfurt engagiert sich seit weit über dreißig Jahren ebenso beharrlich wie fachkundig und umfassend für die Belange der an HIV-Infizierten und AIDS-Erkrankten. Für all dies danken wir ganz herzlich allen, die hier aktiv waren und sind.

Die deutschlandweit größte Veranstaltung zum Welt-AIDS Tag steht in diesem Jahr unter dem Motto "Achtung". Durch dieses Motto unterstreicht die AIDS-Hilfe Frankfurt deutlich und klar, dass "Achtung" im Sinne von Vorsicht vor Ansteckung ebenso gelten muss wie "Achtung" im Sinne von Respekt gegenüber mit HIV infizierten oder an AIDS erkrankten Mitmenschen.

Ross weiter: "Frankfurt ist bei der Unterstützung für Betroffene sehr gut aufgestellt. Seit September dieses Jahres gibt es beispielsweise seitens der Stadt auch das Präventionsprojekt "Checkpoint Frankfurt" im Frankfurter Gesundheitsamt zur Prävention und Versorgung betroffener Menschen von HIV/AIDS sowie sexuell übertragbarer Infektionen. Ohne Angst vor einer Stigmatisierung haben zu müssen und auch ohne Krankenversicherungskarte erhalten Frauen und Männer niedrigschwelligen Zugang zu Information, Beratung sowie Behandlung.

Es ist auch 2019 bei weitem noch keine Selbstverständlichkeit, dass Infizierte und Erkrankte diskriminierungsfrei leben können. Dies ist besorgniserregend und nicht hinnehmbar. Daher müssen wir zielgruppengerechte Präventionsprojekte und den offenen Diskurs über die Risiken sowie den Umgang mit HIV und AIDS noch weiter ausbauen. Wir dürfen weder die mit HIV Infizierten und an AIDS Erkrankten alleine, noch vor allem die jüngeren Menschen uninformiert darüber lassen, worin die Gefährdungen bestehen und wie sie vermieden werden können. Eine selbstbestimmte Sexualität ist ein Menschenrecht: hierfür treten insbesondere wir GRÜNEN ein. Sie bedeutet aber ebenso Verantwortung. Deshalb muss das Thema präsent bleiben - jedes Jahr am Welt-AIDS-Tag und auch Tag für Tag in unseren Köpfen", so Ross abschließend.