Stadtteil im Nordwesten – Keine Zeit über verpasste Chancen zu jammern

Bildrechte: © Stadtvermessungsamt Frankfurt am Main, Stand 12.2019

Pressemitteilung der GRÜNEN im Römer vom 11. Dezember 2019

"Es ist gut, dass der Planungsdezernent jetzt alle Energie auf eine klimagerechte Entwicklung der geplanten Quartiere östlich der A5 legt. Die GRÜNEN im Römer erwarten darüber hinaus, dass die Anstrengungen zur Realisierung des Wohnbauentwicklungsprogramms aus dem Jahre 2015 und des Ernst-May-Viertels verstärkt werden", erklärt Ulla auf der Heide, umweltpolitische Sprecherin der GRÜNEN im Römer.

"Das erneute Scheitern der Zusammenarbeit, einer gemeinsamen klimaverträglichen und sozialen Regionalentwicklung ist dennoch mehr als bedauerlich. Bei dem Prozess zur Schaffung eines Stadtteils an der A5 hat sich - leider - erneut keine Seite mit Ruhm bekleckert. Die Umlandgemeinden nicht, die vor allem in Frankfurtabneigung und dem Fehlen eigener Vorschläge eng verbunden sind, aber auch Frankfurt nicht.

Das Problem einer beispielgebenden ökologischen und sozialen Siedlungsentwicklung im Ballungsraum muss endlich offen im Rahmen einer Internationalen Bauausstellung oder aber einer anderen zum Beispiel vom Land moderierten Konferenz angegangen werden. Das haben wir GRÜNEN seit Jahren immer betont.

Frankfurt kann die Probleme des Ballungsraums nicht alleine lösen, weder die sozialen, noch die ökologischen. Der Schutz der regionalen Grünzüge hat seine ökologische und auch planerische Berechtigung. Ein ökologischer Erfolg wird aber erst dann daraus, wenn die Umlandgemeinden schnellstens an die Entwicklung ihrer Wohnbaupotenziale gehen und zwar in erheblichem Umfang auch mit Geschosswohnungsbau, der an die Schiene angebunden ist und nicht mit flächenvernichtenden Autoquartieren mit Einfamilienhäusern."

Bernhard Maier, wohnungspolitischer Sprecher der GRÜNEN im Römer betont: "In diesem Kontext ist die Fortführung des Consiliums als Beratungsinstanz von großer Bedeutung. Den Umlandkommunen die Vorteile einer abgestimmten Planung für ihre eigenen lokalen Verkehrsprobleme und Infrastrukturmaßnahmen wie beispielsweise Bildungseinrichtungen nahezubringen, wäre der nächste Schritt in einem produktiven Dialog", ergänzt Uli Baier, planungspolitischer Sprecher der GRÜNEN im Römer.

"Frankfurt ist schwer belastet durch die Ausgaben und Aufgaben der durch den Bevölkerungszuwachs neu zu schaffenden sozialen Strukturen und der Verkehrsinfrastruktur. Den Umlandgemeinden die Furcht vor diesen Belastungen zu nehmen und sie zu ökologischem und sozialem Wohnungsbau zu ermuntern, ist jetzt dringend die Aufgabe des Hessischen Ministers für Verkehr und Wohnen. Dieser Prozess sollte heute begonnen werden", so auf der Heide abschließend.