Wenn aus Worten Taten werden

Gemeinsame Pressemitteilung der GRÜNEN im Römer und von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Frankfurt vom 10. Oktober 2019

"Die beispiellose Gewalttat in Halle erschüttert uns. Unsere Anteilnahme ist bei den Opfern, ihren Familien, Freunden und bei den Einsatzkräften", so die Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN im Römer Jessica Purkhardt.

"Der zielgerichtete Angriff auf eine Synagoge am höchsten jüdischen Feiertag, Jom Kippur, stellt einen weiteren Kulminationspunkt rechtsradikaler Gewalt in Deutschland dar, der uns fassungslos macht", so die Kreisvorsitzende der GRÜNEN Frankfurt, Beatrix Baumann. "Deshalb war es uns sehr wichtig, gestern sofort unsere Solidarität mit der jüdischen Gemeinde Frankfurts vor der Westend-Synagoge zu demonstrieren", so Baumann weiter.

"Das Attentat von Halle zeigt, dass die antisemitisch-rassistische Saat, die heute bundesweit in Parlamenten ausgebracht wird, aufgeht. Auf sprachliche Tabubrüche in Parlamenten, auf Parteiversammlungen und im Internet folgen immer häufiger Taten. Ob es sich hierbei um Einzeltäter oder organisierte rechtsterroristische Gruppen handelt, ist für die Opfer nicht relevant", sagt Purkhardt.

"Die Sicherheitsbehörden des Bundes und der Länder müssen den Blick dringend genauer auf die Bedrohung durch rechtsterroristische Strukturen richten und die Täter*innen mit Nachdruck verfolgen", ergänzt die Kreisvorstandssprecherin Beatrix Baumann.
"Die GRÜNEN werden sich immer mit all ihrer Kraft dafür einsetzen, dass alle Bürger*innen ihre religiösen Überzeugungen öffentlich frei bezeugen können. Dafür werden wir weiter innerhalb und außerhalb der Parlamente kämpfen", so Purkhardt und Baumann weiter.

"Es ist fürchterlich, dass im Jahr 2019 in Deutschland jüdische Einrichtungen flächendeckend polizeilich geschützt werden müssen - was nach heutigem Stand in Halle nicht der Fall war - um ein sicheres Leben unserer jüdischen Mitbürger*innen gewährleisten zu können", so Baumann abschließend.