Wohnungen für Mauersegler

Presseerklärung der GRÜNEN im Römer vom 01. April 2019

"Um den Mauerseglerbestand in Frankfurt zu vergrößern, fordern die GRÜNEN im Römer die Anbringung von Nistplätzen an Frankfurter Schulen, an denen dies baulich möglich ist. Das Leben der Mauersegler ist durch die zunehmende Zerstörung ihrer Brutplätze in unseren Städten stark gefährdet. Alljährlich gehen bundesweit aufgrund von Bau- und Sanierungsarbeiten eine Vielzahl ihrer Nistplätze teilweise großflächig verloren.
Mauersegler werden lebendig eingeschlossen oder gar in Bauschaum erstickt. Diesem Zustand, der zudem ein Verstoß gegen das Bundesnaturschutz darstellt, möchten wir mit unserem Antrag Einhalt gebieten. Beginnen wollen wir mit den Schulen, weitere städtische Gebäude sollen dann folgen", so Angela Hanisch von der Fraktion der GRÜNEN im Römer.

In Frankfurt engagiert sich die Mauerseglerinitiative schon seit Jahren intensiv für den Schutz der Vögel. In enger Kooperation mit der Unteren Naturschutzbehörde und den Wohnungsbaugesellschaften wurden seit 2003, dem Jahr der Gründung der Initiative, bis 2018 in und um Frankfurt 3400 Nistplätze in 1777 Einbauten in Gebäuden und in 1623 Kästen realisiert. Im Jahr 2018 waren es in Frankfurt 275 Nistplätze an 56 Objekten. Mauersegler brüten in dunklen Hohlräumen im Dachgesims, unter oder hinter Dachrinnen, in Mauerlöchern, unter Fenstersimsen, in undichten Rollladenkästen (mit und ohne Rollladenbetrieb), aber auch hinter Fassaden oder Dachverkleidungen beispielsweise bei Flachdächern.

"Zwar gibt es bereits an einigen Frankfurter Schulen, wie z.B. an der Michael-Ende-Schule in Rödelheim, Mauerseglernistplätze. Um weiterhin und langfristig aber noch weitaus mehr für den Bestand der Mauersegler in Frankfurt zu tun, sollten diesem vorbildlichen Beispiel viele weitere Schulen, aber zukünftig auch andere städtische Gebäude folgen", so Hanisch abschließend.