Acht Prozent Zinsen von Händler*innen in der Kleinmarkthalle zu fordern ist ein Skandal

Pressemitteilung der GRÜNEN im Römer vom 25. April 2020

"Wir sind entsetzt aus der Zeitung erfahren zu müssen, dass den treuen und mehrheitlich langjährigen Mieter*innen der Kleinmarkthalle in deren Notlage keine zinslosen Mietstundungen angeboten werden, sondern stattdessen eine Stundung mit einem Zinssatz von acht Prozent, der eine zusätzliche Belastung für die Händler*innen bedeutet.

Wir fordern die zinslose Mietstundung für die Mieter*innen der Kleinmarkthalle.

Es ist doch ganz klar, dass verlorengegangener Umsatz und der Erlös für nicht verkaufte Frischware nicht wieder erwirtschaftet werden können. Die aktuellen Verluste sowie ein sicher nur schleppender Umsatzanstieg über die nächsten Monate stehen im Widerspruch zu Zinszahlungen in dieser unzeitgemäßen Höhe. Solche Zinsen werden die Händler*innen eher zusätzlich zur Aufgabe ihres Geschäfts zwingen", so Hilime Arslaner, wirtschaftspolitische Sprecherin der GRÜNEN im Römer.

"Jetzt ist die Zeit die Treue und Zuverlässigkeit der Händler*innen zu belohnen, die trotz der schwierigen technischen und baulichen Bedingungen in der Kleinmarkthalle mit der Stadt meist seit Jahrzehnten im guten Mietverhältnis stehen - auch und gerade im Hinblick auf baldige Besserung der Situation und zur Schadensbegrenzung. Es muss auch im Interesse von Stadtrat Frank und damit der Stadt Frankfurt sein, die Händler*innen zu unterstützen und deren Angebot für die Bürger*innen zu erhalten. Das Angebot der Kleinmarkthalle wird in jedem Reiseführer für Frankfurt genannt, ist Kult und vor allem den Frankfurter*innen wichtig", so Hilime Arslaner abschließend.