Ausbau des Straßenbahnnetzes und Umgestaltung des Hauptbahnhof-Vorplatzes zusammen und grüner denken

Pressemitteilung der GRÜNEN im Römer vom 10. Juli 2020

Diese Woche wurde die Strategie zur Neuausrichtung des Straßenbahnnetzes der Nahverkehrsgesellschaft traffiQ vorgestellt. Durch die Reaktivierung und Verlängerung bereits existierender Schienen sowie durch die Einführung neuer Linien und den Einsatz von längeren Zügen soll das Straßenbahnnetz an Effizienz und Erschließung gewinnen.

"Insbesondere die geplante Taktverdichtung ist positiv hervorzuheben, denn dies wird eine spürbare Verbesserung für Fahrgäste darstellen und den Nahverkehr attraktiver machen", kommentiert Bernhard Maier, Verkehrspolitiker der GRÜNEN im Römer.

Soweit so gut. Das Konzept und die Maßnahmen sind konkret formuliert, bei der Zeitplanung sieht das anders aus. Sowohl bei der Lieferung der Langzüge als auch beim Ausbau des "Nadelöhrs" Hauptbahnhof kann es große Verzögerungen geben. Die GRÜNEN im Römer werten die Vorstellung des Verkehrsdezernenten Klaus Oesterling äußerst positiv, bitten ihn aber, das gute und gleichzeitig ambitionierte Programm zur Verstärkung des Straßenbahnnetzes in Kooperation mit der traffiQ und der Deutschen Bahn beim "Nadelöhr" Vorplatz Hauptbahnhof konstruktiv umzusetzen und nicht schon zu Beginn Verantwortungen abzugeben.

Den vom Verkehrsdezernenten geplante Ausbau der Straßenbahngleise vor dem Frankfurter Hauptbahnhof betrachten wir zudem kritisch. Für das Ziel einer mobilitäts- und klimagerechten Stadt, muss auch mehr Grün eingeplant sowie notwendige Schritte hinsichtlich Klimaanpassung und Verbesserung der Aufenthaltsqualität berücksichtigt werden.

Für den Vorplatz am Hauptbahnhof, der auf dem Klimaplanatlas stets dunkelrot gefärbt ist, fordern die GRÜNEN im Römer Maßnahmen zu ergreifen, um den öffentlichen Verkehr zu steigern und das Klima zu schützen. Wir müssen mehr gegen die Überhitzung von Plätzen tun, auch wenn sie Haltestellenknotenpunkte sind. "Deshalb ist es wichtig die Themen Klima- und Umweltschutz, die im Nahverkehrsplan ja ausführlich beschrieben sind, prioritär umzusetzen", so Bernhard Maier abschließend.