„Barrierefreier Tourismusort“ Frankfurt – es gibt noch viel zu tun

Pressemitteilung vom 31. August 2020

Zur verliehenen Auszeichnung an Frankfurt als "Barrierefreier Tourismusort" erklärt Sylvia Momsen, Sprecherin für Behindertenpolitik der GRÜNEN im Römer:

"Wir nehmen die Auszeichnung des Deutschen Seminars für Tourismus (DSFT) für Frankfurt als "barrierefreien Tourismusort" mit gemischten Gefühlen an. Schaut man sich die Lebensrealität von Menschen mit Behinderung, also auch jener von Tourist*innen mit Behinderungen an, so muss Frankfurt noch einiges leisten."

Bei der Auszeichnung wurden Unterkünfte, Gastronomien und Sehenswürdigkeiten auf ihre Barrierefreiheit nach klaren Qualitätskriterien bewertet. 24 Frankfurter Betriebe erhielten daraufhin das Zertifikat "Reisen für Alle". Die Wege zwischen diesen ausgezeichneten Einrichtungen zeichnen sich jedoch viel zu oft durch zugeparkte Gehwege und Bordsteinabsenkungen, nichtvorhandene oder blockierte Blindenleitspuren, fehlende oder defekte Aufzüge und Rolltreppen aus, um nur einige Barrieren zu nennen.

"Was nützt mir eine schöne Altstadt, wenn ich nicht in die Läden reinkomme, oder der Platz vor dem Römer, dessen "wunderschönes Pflaster" für Menschen mit Behinderungen eine holprige Qual ist. Kein Mensch mit einem Rollator fährt dort gerne entlang. Wirkliche Barrierefreiheit in einer Stadt sieht anders aus. Wir müssen daher alles daransetzen, dass diese noch mehr Wirklichkeit wird, und nicht nur in Teilen touristischer Angebote", so Momsen abschließend.