Corona-Pandemie erfordert unkonventionelle Wege – auch für die Schulen

Pressemitteilung der GRÜNEN im Römer vom 01. April 2020

"Die aktuelle Corona-Pandemie gilt für Schülerinnen und Schüler, Familien sowie Schulleitungen mit Lehrerinnen und Lehrern als große Herausforderung. Die Entwicklung der Pandemie lässt darauf schließen, dass wir in Hessen und damit in Frankfurt am Main, um die Gesundheit aller weiterhin bestens zu schützen, auch nach den Osterferien noch nicht zu einem regulären Unterricht zurückkehren werden können", erklärt die bildungspolitische Sprecherin der GRÜNEN im Römer, Birgit Ross.

"Die Forderung nach einer Standardlösung für den digitalen Unterricht ist nachvollziehbar, aber sicherlich nicht innerhalb der nächsten 14 Tage zu bewerkstelligen. Unsere Gesellschaft befindet sich in einem Krisenzustand, der auch unsere Bildungseinrichtungen betrifft. Wie kann Unterricht weiterhin, im Sinne der Lehrpläne, im Sinne der Bildungsgerechtigkeit und Inklusion gewährleistet werden, sind die kritischen und wichtigen Fragen", so Ross weiter.

"Wichtig ist, dass wir als Stadt Frankfurt unsere Schulen mit Lehrerinnen und Lehrern, Schülerinnen und Schüler nicht alleine lassen. An Frankfurter Schulen wird momentan mit verschiedenen Methoden und Systemen gearbeitet, um den Unterricht nach wie vor aufrecht zu erhalten. Es ist wichtig abzufragen, welche Unterstützungsmaßnahmen jede einzelne Schule jetzt braucht. Als Beispiel sind hier fehlende Computer, Laptops und/oder Tablets zu nennen, die in manchen Familien fehlen. Es ist vor allem sicherzustellen, dass keine Schülerin und kein Schüler alleine gelassen wird und den Kontakt zur Schule und damit zur Bildung verliert. Hierbei müssen eventuell unkonventionelle Wege gegangen werden. Innovation und durchaus Improvisation sind hier gefragt, die wir von der Frankfurter Bildungsdezernentin Sylvia Weber jetzt erwarten. In enger Abstimmung mit dem Hessischen Kultusminister muss der Weg für einen digitalen Unterricht sowie Bildungsgerechtigkeit auch während der Corona-Pandemie geebnet werden", so Ross abschließend.