Das Ziel ist klar: Wohnraum für alle Frankfurter*innen schaffen!

Pressemitteilung der GRÜNEN im Römer vom 10. September 2020
 
Die GRÜNEN im Römer sehen den diesjährigen „Tag der Wohnungslosen“ am 11. September als Ansporn für die Politik, noch mehr dafür zu tun, dass insbesondere durch ein schneller wachsendes Angebot an geförderten Wohnungen jedem und jeder Wohnungssuchenden in Frankfurt eine passende Wohnung angeboten werden kann.
 
Das Amt für Wohnungswesen meldete zuletzt mehr als 9000 Haushalte, die auf eine geförderte Wohnung warten. Sie konkurrieren mit den etwa 3200 Menschen, die in Frankfurt als Wohnungslos gelten und von denen etwa 400 Menschen als Obdachlose auf der Straße leben um einen freien bezahlbaren Wohnraum. Auch mit Blick auf die mehr als 1600 Menschen, die in einfachsten Hotelzimmern ausharren, während sie auf ein passendes Wohnungsangebot warten, müssen wir dringend unsere Anstrengungen erhöhen.
 
"Wir müssen in dieser Stadt jede und jeden gleich gut behandeln. Wir können nicht nur den Gutverdienenden und Kapitalanlegern mit einem Angebot an hochpreisigen Wohnungen den roten Teppich ausrollen, sondern müssen insbesondere den Menschen, die aus Obdachlosigkeit heraus eine Wohnung suchen, auch eine anbieten können", so Bernhard Maier, der wohnungspolitische Sprecher der GRÜNEN im Römer, der weiter ausführt: "Die Stadt hat im Rahmen der Daseinsvorsorge die wichtige Aufgabe, mehr Wohnungen für Obdachlose, Geflüchtete, Drogenabhängige sowie Menschen, die aufgrund ihrer ökonomischen Situation keinen Zugang zum freien Wohnungsmarkt haben, anzubieten. Da die Zahl der sozial geförderten Wohnungen in der 1. Förderstufe seit Jahren dramatisch rückläufig ist und immer mehr Wohnungen aus der Bindung fallen, müssen wir jetzt dringend eine Trendwende erreichen. Dies könnte die Stadt am schnellsten über den verstärkten Ankauf von Belegungsrechten erreichen und dies muss sie mittelfristig besonders durch eine höhere Quote von Wohnungen mit Sozialbindung bei der städtischen Wohnbaugesellschaft ABG, aber auch bei den privaten Investoren, verankern.“
 
Sylvia Momsen, gesundheitspolitische Sprecherin der GRÜNEN im Römer, erinnert daran, dass wir grade in der aktuellen Pandemie-Situation eine besondere Verantwortung haben, dass so wenige Menschen wie möglich den sozialen und gesundheitlichen Folgen der Wohnungsnot ausgesetzt sind. „Deshalb gilt es, verstärkt Schutzräume für wohnungslose Menschen zu schaffen, in denen sie sich an die aktuellen Hygiene-Regeln halten können und genügend Abstand zueinander nehmen können, um sich selbst und andere zu schützen, denn leider leidet unter anhaltender Wohnungslosigkeit besonders der allgemeine Gesundheitszustand und damit wäre eine Erkrankung an SARS-CoV-2 überdurchschnittlich gefährlich für die Betroffenen“, so Momsen abschließend.