Die Arbeit ist gemacht – die Neue Altstadt ist fertig

Pressemitteilung der GRÜNEN im Römer vom 10. März 2020

"Ich möchte mich bei allen Ausschussmitgliedern, den Bürgerinnen und Bürgern, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung und der Dom-Römer GmbH sowie den Fachleuten aus den verschiedensten Bereichen für ihr Engagement und die oft zeitaufwendige Arbeit im Dom-Römer-Ausschuss sehr herzlich bedanken", erklärt der planungspolitische Sprecher der GRÜNEN im Römer und Vorsitzende des Ausschusses, Uli Baier.

"In 67 Sitzungen seit Dezember 2005 hat der Dom-Römer-Ausschuss die Planung, Realisierung und die ersten Monate der fertig gestellten Neuen Altstadt begleitet", so Baier. "Es ist für die Stadt Frankfurt eines der wichtigsten Projekte im Herzen der Stadt und ich bin sehr dankbar, dass man mir und meiner Vorgängerin Heike Hambrock über so viele Jahre das Vertrauen ausgesprochen hat, dieses parlamentarisch federführend begleiten und umsetzen zu dürfen. Es gibt sicher noch einige Herausforderungen, die in den kommenden Jahren durch die Stadtverordnetenversammlung angenommen und bewältigt werden müssen. Aber dafür und die großen und kleinen Alltags-Probleme der Altstadt braucht es jetzt keinen eigenen Ausschuss mehr", so Baier.

"Damit wird die nächste Sitzung des Dom-Römer-Ausschusses auch seine letzte sein. Dieser Sonderausschuss der Stadtverordnetenversammlung zur Neuen Altstadt – wie schon der frühere zum Frankfurter GrünGürtel – hatte die Aufgabe, sich intensiver den neuen Herausforderungen und Chancen unserer Stadt zu widmen als es in den Routinen der Fachausschüsse möglich ist. Er war geprägt von vielen fachlichen und politischen Kontroversen, hat aber in nicht alltäglicher Form zu einer fraktionsübergreifenden Zusammenarbeit, einem ständigen wenn auch für uns aus der Politik mitunter anstrengenden Dialog mit Bürgerinitiativen und Interessenverbänden geführt. Bei Expertisen des Dom-Römer Gestaltungsbeirats haben wir einen Einblick in die Denk- und Arbeitsweise von Architekten und Stadthistorikern gewonnen. Wir haben alle viel über die Geschichte Frankfurts gelernt, in der Neues sich Altem überstülpte oder einfügte und darüber nachgedacht, wie wir in einem harmonischen räumlichen Gefüge hier und dort auch die Wunden sichtbar machen, die Rassismus und Krieg in der Altstadt geschlagen haben. Jenseits der architektonischen und städtebaulichen Anmutung dieses Ensembles aus Gassen und Häusern wünsche ich uns daher, das viel von dieser Geschichte besonders bei den jüngeren Generationen ankommt und zu vertiefter Auseinandersetzung und Identifikation mit unserer offenen Stadt Frankfurt führt. Ein eingehender Blick auf die Geschichte des Umfelds könnte uns auch bei Nachverdichtung und neuen Stadtquartieren manches lehren. Eine uns dort regelmäßig begleitende Kooperation mit Stadt-, Umwelt- und Sozialplanern, wenn auch nicht unbedingt in Form eines Beirats, könnte sich ebenfalls als fruchtbar erweisen.

Mit unserem Engagement für die Neue Altstadt haben wir in vielerlei Hinsicht inhaltliche und methodische Standards gesetzt. Wir haben etwas in dieser Form Einmaliges geschaffen und dafür freilich erhebliche personelle und finanzielle Ressourcen bereitgestellt", so Baier abschließend. "Dass sich das gelohnt hat, können wir jeden Tag sehen, wenn wir durch die neue Altstadt gehen und sehen, wie diese von Mensch innerhalb und außerhalb Frankfurts mit Freude angenommen wird".