„Die Überlegungen der Bundesregierung sind zu begrüßen.“

Presseerklärung der GRÜNEN im Römer vom 06. April 2020

Zu Überlegungen der Bundesregierung, nun doch Sonderkredite für Unternehmen als Folge der Corona-Krise mit einer hundertprozentigen Haftungsfreistellung der Hausbank durch die KfW zu vergeben, erklärt der Stadtverordnete Uwe Paulsen (DIE GRÜNEN im Römer), Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft und Frauen:

"Die Überlegungen der Bundesregierung sind zu begrüßen. Wenn Notkredite der KfW daran scheitern, dass die Hausbanken der Unternehmen für 10 oder 20 Prozent der Kreditsumme haften sollen, ist der Wirtschaft nicht geholfen. Denn es ist nachvollziehbar, dass die Geschäftsbanken und Sparkassen nicht zusätzliche Kreditausfallrisiken in ihren Büchern haben wollen. Insofern ist die Maßnahme der Bundesregierung grundsätzlich richtig und schützt auch davor, dass die Wirtschaftskrise auf den Finanzsektor übergreift.

Paulsen, der auch Mitglied der Jury des Frankfurter Gründerpreises ist, erklärte weiter:

"Nicht nachvollziehbar ist, dass das angekündigte Programm nur für Unternehmen mit mehr als zehn Mitarbeitern gelten soll. Denn gerade auch kleine Unternehmen und Existenzgründer*innen brauchen volle staatliche Unterstützung. Das gilt auch für Frankfurt. In den letzten 20 Jahren haben sich rund 600 Unternehmen mit unterschiedlichen Geschäftsideen für den Frankfurter Gründerpreis beworben. Insgesamt sind von den Preisträgern weit über 1000 Arbeitsplätze geschaffen worden. Der Bund könnte mit einer vollständigen Haftungsgarantie auch einen Beitrag zur Stärkung der Gründungskultur in Deutschland leisten."

 

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