Die Zukunft der Frankfurter Bühnen liegt am Theaterplatz

Pressemitteilung der GRÜNEN im Römer vom 29. Januar 2020

Nachdem die Kulturdezernentin heute die Ergebnisse der Bühnenstudie den GRÜNEN im Römer in ihrer Fraktionssitzung vorgestellt hat, sieht sich die Fraktion weitgehend in ihrer Position bestätigt, den jetzigen Bühnenstandort beizubehalten.

"So sehr es wünschenswert wäre, das starke bauliche Ensemble der Nachkriegs-Moderne zu erhalten, lassen die Ergebnisse der Studie kaum Spielraum für eine Sanierung. Letztlich kann die Stadt in Fragen des Brandschutzes, der Statik und aller baurechtlichen Rahmenbedingungen für ein öffentliches Gebäude keine anderen Standards anlegen, als diejenigen, die für private Bauherren gelten. Eine Sanierung scheint deshalb seriös nicht darstellbar", so der kulturpolitische Sprecher Sebastian Popp.

"Insofern bleiben wir bei unserer eindeutigen Haltung der letzten zwei Jahre, dass der Theaterplatz für einen Neubau der Städtischen Bühnen die erste Adresse ist", so Popp weiter. "Unser Auftrag an die weitere Planung sieht vor zu prüfen, wie Oper und Schauspiel entweder als eine Einheit oder als zwei getrennte Häuser am Theaterplatz realisiert werden können. Die Wallanlagen sind dabei als hohes Gut anzusehen, wobei ein partieller Flächentausch für die Kulturbauten möglich ist, wenn insgesamt die Qualität und Fläche der Wallanlagen gesichert werden. Eine Lösung, die die Wallanlagen vollkommen unterbricht und kappt, ist allerdings aus kulturhistorischer Sicht und in Zeiten des Klimawandels nicht möglich", so Popp.

"Zu den Planspielen, eines der beiden Häuser 'irgendwo in der Innenstadt unter zu bringen', haben die GRÜNEN bisher weder vom Kultur- noch vom Liegenschaftsdezernat eine seriöse und belastbare Antwort bekommen. Weder scheinen die Verfügbarkeit, der Preis noch die logistischen Voraussetzungen eines alternativen Standortes bisher ernsthaft geprüft worden zu sein. Deshalb sollten die weiteren Planungsschritte sich an erster Stelle auf den Theaterplatz konzentrieren.

Auch die, die jetzt richtig formulieren, dass es Kompromissbereitschaft in alle Richtungen geben muss, können dann nicht gleichzeitig sagen, dass jede Art von Interimsspielstätte unmöglich ist", so Popp.

"Damit sich die Fraktion der GRÜNEN im Römer aber ein wirkliches Bild machen kann, ist es wichtig die ausführlichen Ergebnisse, die die Stabsstelle erarbeitet hat, zu kennen.

Für ein so ambitioniertes Projekt wie die Zukunft der Bühnen braucht es allerdings einen möglichst breiten Konsens in Politik und Stadtgesellschaft. Wir setzen darauf, dass dies möglich wird", so Popp abschließend.