Eigenwillige Interpretation

Pressemitteilung der GRÜNEN im Römer vom 05. März 2020

"Es gibt weder einen Streit in der Koalition über eine Gedenkstätte, noch darüber ob es wichtig ist, Gedenkorte wie etwa zum Gedenken an das ehemalige Konzentrationslager "Katzbach" an den Adlerwerken zu haben. Sondern es ist die Frage, in welcher Form Gedenken organisiert wird, damit so viele Menschen wie möglich, angesprochen werden können", erklärt der kulturpolitische Sprecher der GRÜNEN im Römer, Sebastian Popp.

"Dies wird nicht zuletzt durch den gerade vorgelegten Haushaltsantrag der Koalition E 49 deutlich. Was es gibt, ist eine lange Diskussion darüber, wie neben und zusätzlich zu Gedenkorten eine zeitgemäße künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema Zwangsarbeit, fokussiert auf den Ort respektive den öffentlichen Stadtraum Adlerwerke/ehemaliges KZ-Außenlager "Katzbach" und die Geschehnisse im unmittelbaren Umfeld aussehen können", so Popp weiter.

"Hierzu haben die GRÜNEN bereits im Jahr 2011 (NR 105) einen Antrag vorgelegt, in dessen Folge drei in Frankfurt lebende Künstler*innen in den Jahren 2014-2018 Projekte im öffentlichen Raum realisiert haben.

Wir halten ein Nachdenken darüber, wie eine permanente, auch die jüngere Generation ansprechende Auseinandersetzung möglich ist, gerade heute und jetzt für dringend erforderlich", so Popp abschließend.