Frankfurter Konzept zur Kinderbetreuung unter Corona-Bedingungen lässt Handlungsspielraum – welch eine Erleichterung

Pressemitteilung der GRÜNEN im Römer vom 29.05.2020

"Dezernentin Sylvia Weber hat sich erfreulicherweise ihrer Aufgabe angenommen, ein Konzept für den eingeschränkten Regelbetrieb in Frankfurter Kitas vorzulegen. Wir sind erleichtert, dass es sich grundsätzlich um Handlungsempfehlungen handelt - denn dies ist genau der Gedanke der Hessischen Landesverordnung vom 26. Mai 2020, dass sich keine Kita einem Konzept unterwerfen muss, welches im Sinne des Gesundheitsschutzes nicht einzuhalten ist. Die Kooperation mit dem Kinderschutzbund, wie im aktuellen Frankfurter Konzept beschrieben, ist sicherlich ein wichtiger Aspekt im Sinne des Kindeswohls", erklärt Birgit Ross, bildungspolitische Sprecherin der GRÜNEN im Römer.

Die "Frankfurter Richtlinien zur Öffnung der Kindertagesstätten" folgen in ihren heute veröffentlichten Formulierungen grundsätzlich den Maßgaben der Hessischen Landesregierung. Der Infektionsschutz und damit der Schutz der Gesundheit von Kindern, Erzieherinnen und Erziehern in den Kitas muss im Vordergrund stehen und müssen alle Entscheidungen über Öffnungszeiten, Gruppengrößen und Pädagogische Konzepte während der Corona-Pandemie prägen. Dies wird in den beschlossenen Richtlinien deutlich. Insbesondere die Idee des Konzepts vom Spielen vorwiegend im Freien dient der Reduktion der Infektionsgefahr", betont Ross.

"Es ist sehr wünschenswert für alle Kinder und ihre Familien, dass das nunmehr formulierte Ziel der Stadt Frankfurt von zwei festen Tagen in der Kita pro Woche ab dem 2. Juni 2020 auch für alle Kinder umgesetzt werden kann. Ein verlässliches Betreuungsangebot ist jedoch nur möglich, so lange es zu keinen Infektionen mit dem Corona-Virus kommt", so Ross weiter.

"Dank dem Entscheidungsspielraum, den die Verordnung des Hessischen Sozialministers Kai Klose den Kommunen ermöglicht, kann jede Einrichtung individuell über das mögliche Betreuungsmuster entscheiden. Wir hoffen, dass es unter Berücksichtigung des aktuellen Konzeptes für alle Einrichtungen möglich sein wird, ihre maximalen Kapazitäten darzustellen. Für einzelne Einrichtungen wird es möglich sein, mehr als nur eine 50%-Betreuung anzubieten. Die enge Unterstützung des Gesundheitsamtes Frankfurt sichert hierbei die notwendigen Schutzkonzepte", betont Ross.

"Wir tragen das vorgelegte Konzept mit, wir meinen aber, dass ein solch wichtiger Beschluss vorab den Koalitionspartner*innen hätte vorgelegt werden sollen. Dies hat Sylvia Weber nicht getan, sondern sich auf das reine Verwaltungshandeln beschränkt. Schade, dass hier offenbar die Lehre der Krise, nämlich mehr Solidarität untereinander, noch nicht auf Resonanz gestoßen ist", bedauert Ross.

"Wir danken Ihnen, liebe Eltern und Familien für Ihre Geduld und Ihr Durchhaltevermögen in dieser schweren Corona-Krise. Die Herausforderungen für Sie sind kräftezehrend. Nach wie vor müssen wir uns aber alle in Acht nehmen und solidarisch miteinander sein, um die Infektionsraten in Frankfurt am Main weiter zu senken. Weitere Öffnungen der Kitas werden folgen, wenn wir die Maßnahmen des Infektionsschutzes durchhalten. Dazu möchte ich Sie ermutigen, liebe Familien", so Ross abschließend.