Große Sorge um Buchmesse!

Pressemitteilung der GRÜNEN im Römer vom 29. Juni 2020

"Das vergangene Wochenende mit halbgaren Verlautbarungen und ebenso halbfesten Dementis hat unsere Sorge um die Zukunft der Frankfurter Buchmesse weiter verstärkt", erklärt der kulturpolitische Sprecher der GRÜNEN im Römer, Sebastian Popp.

"Dazu eine angekündigte und dann wieder abgesagte Pressekonferenz mit Oberbürgermeister Feldmann - all das stärkt nicht das Vertrauen in gemeinsame Konzepte und Abstimmung der Handelnden rund um den Aufsichtsratsvorsitzenden", so Popp weiter.

"Es gibt erhebliche Strukturveränderungen im Verlagswesen, die sich nach Corona noch zuspitzen werden. Dafür braucht es sicherlich Antworten und vielleicht auch konzeptionelle Ansätze. Es bedarf aber auch Antworten, die in erster Linie das Primat des Buches, der Autor*innen und Verlage im Auge haben und keinen zusammen gewürfelten "kreativen" Gemischtwarenladen, der die Marke Buchmesse in kürzester Zeit verwässern und bedrohen wird. Die klare Haltung vieler Autor*innen bestärkt mich darin, dass wir die Reputation der Kulturstadt Frankfurt nicht in Frage stellen dürfen. Es kann nicht sein, dass am Ende die Autor*innen im Frühjahr nach Leipzig gehen und Frankfurt im Herbst einen 'Teller bunte Knete' als Zukunft präsentiert. Ich fordere die Kulturdezernentin auf, für die Zukunft der Frankfurter Buchmesse zu kämpfen und den technokratischen Überlegungen des Oberbürgermeisters eine Absage zu erteilen.

Die GRÜNEN werden das Thema in den nächsten Kulturausschuss bringen und von Peter Feldmann direkt Auskunft über die in der FAZ und der Frankfurter Rundschau veröffentlichten Pläne einfordern.

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