GRÜNE im Römer begrüßen eine faire Fashion Week in Frankfurt

Pressemitteilung vom 10. Juni 2020

Die GRÜNEN im Römer begrüßen die Verlegung der „Fashion Week“ von Berlin nach Frankfurt. Diese wird voraussichtlich bereits im Juli 2021 Umsätze von über 200 Millionen Euro in Frankfurt und der Region Rhein-Main generieren. „Das ist eine gute Nachricht für die vielen von der Corona-Krise gebeutelten Hotels und Gastronomie-Betriebe, für das mit der Messe verbundene Handwerk, insbesondere aber auch für die großartigen Designer*innen in der Stadt. Daher sind die in diesem Zuge durch die Stadt Frankfurt investierten 10 Millionen Euro sehr gut angelegt“, so Hilime Arslaner, wirtschaftspolitische Sprecherin der GRÜNEN im Römer. 

In diesem Umzug nach Frankfurt sehen wir GRÜNE vor allem die Gelegenheit, die ökologischere und fairere Ausrichtung der Messe im Konzept für den neuen Standort zu diskutieren und die möglichen innovativen Wechselwirkungen zwischen Messe und der ortsansässigen Kreativwirtschaft zu fördern. Der Umzug in das auch durch langjährige Initiativen der GRÜNEN im Römer geprägte Frankfurt ist auch eine Heimkehr für die Messe Neonyt, die durch eine Zusammenlegung der „Ethical Fashion Show Berlin“ und „Greenshowroom“ durch die Messe Frankfurt GmbH im Jahr 2018 entstanden ist. Neonyt ist bereits als „globaler Hub“ für den Austausch über nachhaltigen Lifestyle etabliert, bei dem die Modebranche konsequent zukunftsorientiert weitergedacht werden soll. Frankfurt bietet das richtige Umfeld, um dieses Konzept zu stärken: hier erfindet sich bereits die Finanzbranche neu, auch öffentlich im Rahmen der alljährlichen „Fair Finance Week“. „Wenn Fragen der Nachhaltigkeit, wie zum Beispiel die der Materialkreisläufe, der Emissionen und des Abfallaufkommens der Modeindustrie, aber auch der fairen Bezahlung, der Geschlechtergerechtigkeit und von realistischeren Rollenbildern und Diversität im Rahmen einer Fashion Week in Frankfurt in den Fokus gerückt werden, wird sie zu einer ‚Fair Fashion Week‘ – und dafür möchten wir GRÜNE in Frankfurt gerne unsere Unterstützung aussprechen und für diese Diskussionen die prominentesten öffentlichen Plätze der Stadt öffnen. Eine solche kritische, aber zukunftsgewandte Auseinandersetzung mit Mode und Schönheitsidealen sollten wir unbedingt in unserer Stadtgesellschaft verankern. Nachdem bei der Präsentation der guten Nachricht Anita Tillmann nahezu allein unter Männern zu sehen war, setzen wir darauf, dass bei der Frankfurter Fashion Week die Frauen nicht nur auf dem Catwalk sichtbar sind, sondern auch als Ideengeberinnen und Macherinnen“, so Arslaner abschließend.

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