Jetzt vor allem das Wohnen auf dem Kulturcampus weiterplanen

Pressemitteilung der GRÜNEN im Römer vom 22. Mai 2020

Die GRÜNEN im Römer sehen den architektonischen Wettbewerb für den Kulturcampus als einen wichtigen Fortschritt für das Land und die Hochschule für Musik und darstellende Kunst. Wie das zukunftsweisende städtische "Zentrum der Ästhetik" finanziert werden soll, da sind uns Ina Hartwig (SPD), die Dezernentin für Kultur und der für Planung zuständige Dezernent Mike Josef (SPD) noch eine Antwort schuldig.

"Wichtig ist es aber, mit den Planungen für Kultur, dringend die Planungen für das Wohnen auf dem Kulturcampus fortzuschreiben. Der Anteil der geförderten Wohnungen im 1. und 2. Förderweg, der ja auf mindestens 40 Prozent festgesetzt werden müsste, und der Anteil von 15% der Fläche für gemeinschaftliches und genossenschaftliches Wohnen sind viel zu lange nicht weitergedacht worden", so Bernhard Maier, wohnungspolitischer Sprecher der GRÜNEN im Römer.

Geradezu tragisch ist es, dass der hochpreisige Wohnungsbau auf dem Gelände des ehemaligen AfE-Turmes, der eigentlich als letztes realisiert werden sollte, als erstes fertiggestellt wurde, die sechs Baugruppen, die im Konzeptvergabeverfahren ausgewählt wurden, aber immer noch auf eine Realisierung Ihrer Wohnideen warten. Wenn die SPD davon spricht, dass in der vorangegangenen Koalition aus CDU und GRÜNEN die Konzeptvergabe für Wohngruppen ohne Grundstücke erfolgt sei,

so stimmt das nicht. Der verzögerte Abzug der Universität war hier der Grund dafür. Der Verzicht auf den Bau von gefördertem Wohnraum beim Hochhausprojekt 99 West war vertraglich kaum möglich und hier war die SPD mit Oberbürgermeister Peter Feldmann als Aufsichtsratsvorsitzender der ABG bei den Entscheidungen voll verantwortlich mit dabei. 
 
Deshalb sollte man jetzt verstärkt in die weitere Wohnbauplanung für den Kulturcampus gehen, um vorbereitet zu sein, wenn die Goethe Universität voraussichtlich in den Jahren 2021 bis 2023 das Gelände weiter räumen wird.

"Der städtebauliche Rahmenplan und der daraus folgende B-Plan sieht auf dem Kulturcampus neben Kultur und Gewerbe vor allem die Umsetzung von geförderten Wohnungen und für gemeinschaftliches und genossenschaftliches Wohnen vor. "Sorgen wir jetzt dafür, dass der Kulturcampus in all seinen Facetten wirklich Gestalt annimmt", so Bernhard Maier abschließend.