Minderjährige Geflüchtete aufnehmen – Kapazitäten in Frankfurt nutzen

Pressemitteilung der GRÜNEN im Römer vom 15. April 2020

Die GRÜNEN im Römer sehen es als ein massives Versäumnis an, wenn nicht jetzt Stadt, Land und Bund dringend handeln und mehr Geflüchtete, vor allem Minderjährige und Familien von der türkisch-griechischen Grenze und den griechischen Inseln nach Deutschland und nach Frankfurt holen. Die in Aussicht gestellte Zahl von 50 Geflüchteten, die die Bundesregierung nach Deutschland holen will, ist viel zu gering angesichts der Beengtheit und Zustände, in der die Geflüchteten leben müssen.

Über 4.000 unbegleitete Minderjährige sitzen in überfüllten griechischen Lagern fest, haben dort keinen Schutz, keinen Zugang zu gesundheitlichen Leistungen oder gar Schulunterricht. "Wir freuen uns sehr, dass die Römerkoalition nach Initiative der GRÜNEN den Antrag eingebracht hat, der im nächsten Plenum beschlossen wird, die Aufnahme von minderjährigen Geflüchteten sowie geflüchteten Familien mit Kindern von der türkisch-griechischen Grenze sowie von unbegleiteten Kindern jünger als 14 Jahren alt von den griechischen Inseln vorzubereiten, so die GRÜNEN Stadtverordneten Sylvia Momsen und Bernhard Maier.

Die Stadt Frankfurt mit ihrer Stabstelle für Geflüchtete hat eine große Erfahrung in der Aufnahme und Versorgung von unbegleiteten Minderjährigen Geflüchteten und dafür auch die personellen Kapazitäten sowie die dafür nötigen Unterkünfte. Die GRÜNEN im Römer setzen sich dafür ein, dass die Aufnahme von Geflüchteten nicht verschoben werden kann.

"Gerade in den Zeiten der Coronakrise, in der es wichtig ist ein geschütztes Zuhause zu haben, ist es wichtig dies auch den minderjährigen Geflüchteten zu ermöglichen, die auf den griechischen Inseln und an der türkisch griechischen Grenze in katastrophalen Bedingungen leben", so Momsen und Maier abschließend.

Symbolbild von Namo Deet auf Pexels