Mit mehr Solaranlagen und Beratung Energie einsparen und Klimaschutz stärken

Pressemitteilung der GRÜNEN im Römer vom 03. November 2020
 
Anlässlich der ersten Lesung zur Novelle des Erneuerbaren Energien Gesetzes (EEG) im Bundestag erklärt Ulla auf der Heide, umweltpolitische Sprecherin der GRÜNEN im Römer: „Es ist unmissverständlich klar, dass die Vorgaben der Bundesregierung für das Erreichen der Klimaziele von Paris, also die Beschränkung der Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius nicht ausreichen werden.
Die Bundesregierung sieht vor, bis zum Jahr 2030 den Anteil der erneuerbaren Energien Anteil auf 65 Prozent zu erhöhen. Dies ist viel zu niedrig und berücksichtigt außerdem nicht die viel höheren EU-Vorgaben. Nötig sind ernstgemeinte und ambitionierte Ziele beim Ausbau der Erneuerbaren Energien, um den Klimawandel wirklich aufzuhalten. Hierzu gehört neben der Ausbaugeschwindigkeit der erneuerbaren Energien vor allem die viel stärkere Einbeziehung der Bürger*innen. Ohne Bürger*innenbeteiligung kein Klimaschutz!
 
Allein für Photovoltaikinstallationen auf Dächern und Fassaden verfügt die Stadt Frankfurt laut ,Masterplan100 % Klimaschutz‘ über ein Potenzial von 1186,8 Megawatt. Trotz einiger Bemühungen des Magistrats beim Ausbau der Photovoltaik, geht der Ausbau jedoch schleppend voran. Bürger*innen, die beim Klimaschutz ihren eigenen Beitrag leisten möchten, müssen dabei unterstützt werden.“
 
Dazu führt der wohnungspolitische Sprecher der GRÜNEN im Römer, Bernhard Maier, aus: „Man sollte es sich nicht so einfach wie Oberbürgermeister Peter Feldmann machen, der eine Mieterin einer Wohnung der städtischen Wohnungsbaugesellschaft ABG nur darüber informierte, dass die Installation einer Minisolaranlage auf ihrem Balkon aus gestalterischen und verkehrssicherungsrechtlichen Gründen untersagt wurde.
 
Vielmehr sollte der Magistrat die ABG weiter darin unterstützen, dass dort, wo Kartierungen ein hohes Potenzial für PV-Anlagen auf dem Dach aufzeigen, auch Solarpanele installiert werden, so wie die ABG es schon bei der Friedrich-Ebert-Siedlung umgesetzt hat.“
 
Darüber hinaus sehen es die GRÜNEN im Römer als relevant an, dass der Magistrat mehr Beratungstätigkeiten wie die der ABG Nova unterstützt, wie Mieter*innen bei der jetzt kommenden kälteren Winterzeit beim Heizen Energie sparen können. „Schon ein Grad weniger entfaltet eine große Wirkung, bei der Energie und somit CO2 eingespart wird, was wichtig werden kann für mögliche kommende Lockdowns, in denen Mieter*innen eventuell öfter als sonst Zuhause sein werden“, so Bernhard Maier abschließend.