Möglichen neuen Stadtteil im Nordwesten gemeinsam vom Grün her planen

Pressemitteilung vom 12. August 2020

Zur vom Planungsdezernat und der FNP organisierten Bürgerveranstaltung zum möglichen „neuen Stadtteil im Nordwesten“ am 11.8. im Haus am Dom kommentiert Bernhard Maier, der wohnungspolitische Sprecher der GRÜNEN im Römer:

„Wir GRÜNE im Römer konnten zwar gestern nicht auf dem Podium mitdiskutieren, freuen uns aber, dass durch Beiträge der geladenen Gäste, die nicht die Seite der Politik vertreten haben, wichtige Punkte zum Umgang mit Bürgerbeteiligung, Natur und Landschaft angesprochen wurden, die auch uns am Herzen liegen. Gerade die Hinweise von Wolf-Rüdiger Hansen vom BUND KV Frankfurt in Bezug auf die Auswirkungen einer möglichen Bebauung für die Flora und Fauna, die möglichen Probleme bei der Wasserversorgung und vor allem die negativen Auswirkungen einer zehn Meter hohen und auf einem sechs Meter hohen Wall stehenden notwendigen Schallschutzwand an der A5 auf bestehende Kaltluftschneisen müssen im Vorplanungsprozess viel stärker mit einbezogen werden.

Der vom Vorsitzenden des Beratungsgremiums „Consilium“ Uli Hellwig aufgezeigte konstruktive Prozess der Bürger*innenbeteiligung zum möglichen neuen Stadtteil sollte noch mehr dafür genutzt werden, um bei der Planung im Sinne von Klima- und Umweltschutz klare Rahmenbedingungen vorzugeben, aber vor allem auch um innovative Ideen zu finden und möglich zu machen. In diesem Kontext begrüßen wir die Äußerungen des Preisgerichts-Mitglieds Prof. Michael Peterek, der herausstellte, dass schon jetzt in den Planungsskizzen berücksichtigt wird, so wenig Flächen wie möglich zu versiegeln. Hier müssten starke Vorgaben erarbeitet werden, zum Beispiel sollten mindestens 50% der Planungsfläche als Naturräume geplant werden.

Die sympathischste Antwort auf die Frage, von welchen Räumen aus man die Planung beginnen sollte, hat ein Planungsbüro mit seinem Vorschlag präsentiert, erst einmal die Naturräume umzusetzen, also Biotope, Landwirtschaftsflächen, Gärten, Baumalleen, Wasserläufe und mehr - und dann erst eine mögliche Wohnbebauung zu planen. Also ein interkommunales Naturraumgebiet westlich und östlich der A 5, das wäre doch was", so Bernhard Maier abschließend.