Perspektive für Ernst-Reuter-Schulen und Europäische Schule endlich greifbar

Pressemitteilung der GRÜNEN im Römer vom 24. September 2020

Zur aktuellen Debatte bezüglich Ernst-Reuter-Schulen und Europäischer Schule erklären Birgit Ross, bildungspolitische Sprecherin und Natascha Kauder, sportpolitische Sprecherin der GRÜNEN im Römer:

"Das Statement der aktuellen Bildungsdezernentin Sylvia Weber im letzten Bildungsausschuss bezüglich der Tatsache, dass die Ernst-Reuter-Schulen und die Europäische Schule keine gemeinsame Zukunft an ihren jetzigen Standorten im Frankfurter Norden mehr fürchten müssen, war lange ersehnt und längst überfällig. Eine klare Haltung des Magistrats zur Stützung des Standorts für die Ernst-Reuter-Schulen und die damit verbundene Erweiterung und vor allem Öffnung zum Martin-Luther-King-Park begrüßen wir außerordentlich", lobt Birgit Ross.

"Das pädagogische Konzept der Ernst-Reuter-Schulen, welches eine Vorreiterrolle im Sinne des differenzierten und inklusiven Unterrichts hat, kann so gestärkt und vor allem weiterentwickelt werden. Im Gegenzug müssen auch die Bedürfnisse der Europäischen Schule vollumfänglich berücksichtigt werden. Auch die Schulgemeinde der Europäischen Schule wächst stetig - braucht Platz und Raum für ihr pädagogisches Konzept", so Ross.

Die Ansiedlung der Europäischen Schule im Gewerbegebiet Kaiserlei halten wir für problematisch. Durch den Gewerbeverkehr werden die Schülerinnen und Schüler gefährdet und das Gewerbe behindert. Unserer Meinung nach leistet die Verweisung an diesen Standort am Stadtrand und im Gewerbegebiet einer Abschottung der Schule Vorschub. Wir GRÜNE freuen uns, dass diese Schule und Schulgemeinde in unserer internationalen Stadt ihr Zuhause hat und wir wünschen uns vielfältige Beziehungen und eher eine Öffnung der Schule in die Stadt hinein.

Aber unabhängig von unserer Meinung sollte vor allem die der Schulgemeinde der Europäischen Schule eingeholt werden. Das müsste eine Selbstverständlichkeit sein.

"Zudem sehen wir durchaus großes Potential an den Mainwasen für einen neuen Standort der Europäischen Schule, wenn die notwendigen Fragen bezüglich der Sportvereine, des Grüngürtels und der Erweiterung des öffentlichen Raums vollumfänglich im Sinne aller Interessierten und Beteiligten geklärt werden können", so Ross.

"Der Standort Kaiserlei wurde lange als Standort für die Multifunktionsarena detailliert geprüft und stark umworben. Bei aller Notwenigkeit für den Schulstandort ESF muss den FRAPORT SKYLINERS die Möglichkeit gegeben werden, ihr angekündigtes Konzept den beteiligten Dezernaten in einer realistischen Frist vorzustellen", betont Natascha Kauder abschließend.