Rem Koolhaas oder Michael Kohlhaas?

Symbolbild von Paul Bence ist lizensiert unter CC BY NC 2.0

Pressemitteilung der GRÜNEN im Römer vom 28. Februar 2020/ Bild: Paul Bence/CC BY NC 2.0

"Bitte auf dem Teppich bleiben", ist die dringende Bitte des kulturpolitischen Sprechers der GRÜNEN im Römer, Sebastian Popp. "Die ganze Diskussion um Bilbao, Sydney oder die Elbe im Frankfurter Osthafen gerät in Gefahr, zur Lokalposse zu werden. Da werden mit großartigen Namen die Backen aufgeblasen und vollmundige Ideen vorgestellt, die aber eher wirken, als seien sie aus Puzzlesteinen der 90er zusammengebastelt. All dies hat mit einer ernsthaften Diskussion, wie Schauspiel und Oper im 21. Jahrhundert und städtebaulich umgesetzt werden muss, recht wenig zu tun", erklärt Popp.

"Dass dann noch subkutan mit dem Namen eines renommierten Architekten kokettiert wird, der aber auf Nachfrage anscheinend von den Plänen überhaupt nichts weiß und auch eher dafür bekannt ist, Kulturinstitutionen im Herzen der Stadt zu verankern und nicht an den Rand zu verlagern, macht die Peinlichkeit nicht besser."

"So sehr es zu begrüßen ist, dass eine breite Debatte auch mit starkem Engagement aus der Bürgerschaft um die Zukunft der Bühnen beginnt, ist letztlich Seriosität wichtiger als schnell dahingeworfene mehr oder weniger schicke Bilder. Ansonsten landen wir nämlich eher bei Michael Kohlhaas statt bei Rem Koolhaas", zitiert Popp abschließend:

"Das sind nicht meine Pferde, gestrenger Herr! Das sind die Pferde nicht, die dreißig Goldgülden wert waren!".

Symbolbild von Paul Bence ist lizensiert unter CC BY NC 2.0