'Stadt am Main': GRÜNE legen Konzept für ein lebenswertes, mobiles, klimagerechtes Frankfurt vor – auf beiden Seiten des Mains!

Pressemitteilung der GRÜNEN im Römer vom 18. August 2020

"Mit dem Konzept 'Stadt am Main' legen die GRÜNEN im Römer eine zukunftsfähige Vision vor, die über Einzelmaßnahmen hinaus den Kernbereich der Stadt ganzheitlich betrachtet", freut sich Wolfgang Siefert, verkehrspolitischer Sprecher der GRÜNEN im Römer. "Unser Ziel ist die lebenswerte, mobile, klimagerechte Stadt. Viele Einzelmaßnahmen aus der Vergangenheit sind prinzipiell begrüßenswert, bringen für die Stadt Frankfurt jedoch häufig keinen nachhaltigen Mehrwert. Sie sind lediglich eine Kostprobe, dessen, was möglich und wünschenswert ist. Das Konzept 'Stadt am Main' erhebt weder den Anspruch auf Vollständigkeit, noch ist es ein fertiges Verkehrskonzept. Es ist eine Vision, wie Frankfurt mit System lebenswert gestaltet werden kann - wenn der Wille da ist", erläutert Siefert.

"Die Debatten um den Mainkai und die Berliner Straße haben uns darin bestärkt eine stadtteilübergreifende Idee für den unmittelbaren Kernstadtbereich zu entwerfen", erklärt Siefert. "Der öffentliche Raum muss fair verteilt werden, kein*e Anwohner*in sollte mehr belastet werden als vorher UND die Stadtteile am Main, die Innenstadt und Sachsenhausen müssen zusammen gedacht werden. Eine Mobilitätswende kann nur aus dem Herzen der Stadt heraus entwickelt werden. Diese Gedanken spiegeln sich auch im Konzept 'Stadt am Main' wider, welches auf monatelange Zusammenarbeit vieler Beteiligter und der genannten Stadteilgruppen basiert", so Siefert weiter.

"Die Lebens- und Aufenthaltsqualität in der Stadt lässt sich in der Klimakrise nur erhalten, wenn der öffentliche Raum umfassend umgebaut, entsiegelt und begrünt wird. Das ist nur möglich, in dem man dem fließenden und ruhenden Verkehr Fläche nimmt", so Ursula auf der Heide, Sachsenhäuser Stadtverordnete und umweltpolitische Sprecherin der GRÜNEN im Römer.

"Um Raum für Bäume sowie Fuß- und Radverkehr zu schaffen, muss der ÖPNV ausgebaut werden, das Tempo gedrosselt und straßenbegleitendes Parken sowie die Anzahl der Hauptstraßen reduziert werden - dies sind die grundlegenden Maßnahmen des Konzepts 'Stadt am Main'. Als Baukastensystem ist es so angelegt, dass einzelne Bausteine schrittweise realisiert und auf weitere Stadtteile übertragen werden können. So ist das Konzept auch eine Einladung der GRÜNEN zur Diskussion mit Bürger*innen und der Stadtgesellschaft", erläutert Siefert.

"Wir freuen uns auf die Debatte um die zukünftige Gestaltung unserer Stadt in den kommenden Monaten. Dies gilt auch für die flankierenden Maßnahmen, die zwingend erforderlich sein werden, um die notwendige Reduzierung des Autoverkehrs zu erreichen. Wir GRÜNEN werden im Kommunalwahlprogramm hierzu Vorschläge machen", so Siefert weiter.

"Mit der 'Stadt am Main' wurde ein starkes Bild geschaffen, das die nördliche und südliche Kernstadt verbindet und für beide Seiten des Mains attraktive menschen- und klimafreundliche Perspektiven aufzeigt", so auf der Heide. "Das nördliche Sachsenhausen steht für das Museumsufer und das Altstadtquartier, ist aber gleichzeitig Wohnviertel für zehntausende Frankfurter*innen und Schulstandort für mehrere tausend Schüler*innen. Daran müssen sich Verkehrs- und Stadtplanung vorrangig orientieren", argumentiert auf der Heide weiter.

"In der Innenstadt dominieren vordergründig Kultur, Handel und Gastronomie. Die Veränderungen des Konsumverhaltens stellen die Geschäfte vor großen Herausforderungen. Auch hierfür eröffnet das Konzept 'Stadt am Main' eine Perspektive für zukunftsfähige Standorte im Kernstadtbereich, die ein einladenes, urbanes Flair bieten, insbesondere in den mittelständischen Nebenlagen. Berücksichtigt müssen aber auch die berechtigten Interessen der vielen Bewohner*innen der Innenstadt", erklärt Siefert abschließend.

Weitere Informationen sowie das vollständige Konzept 'Stadt am Main' zum Download sind online bereitgestellt unter:

www.stadt-am-main.de