„Kinder spielt draußen“ – das gilt auch in Zeiten von Pandemie und Abstandsregeln

Pressemitteilung der GRÜNEN im Römer vom 4. Juni 2020

Die GRÜNEN im Römer setzen sich dafür ein, Kindern und auch Kinderbetreuungseinrichtungen mehr Raum zum Spielen zu geben. Mit einer Anfrage im Plenum der Stadtverordnetenversammlung und einem Antrag, der den Koalitionspartnern zugeleitet wurde, regen die GRÜNEN im Römer an, so schnell wie möglich "Temporäre Spielstraßen" einzurichten.

"Die Regelungen zur Öffnung der Kinderbetreuungseinrichtungen sagen, dass die Betreuung, soweit es geht, im Freien erfolgen soll. Genau dafür sind 'Temporäre Spielstraßen' bestens geeignet", so Bernhard Maier, Planungs- und Verkehrspolitiker der GRÜNEN im Römer und Vater von vier Kindern. Um den Kindern mehr Freiraum zu geben, sollen diese "Temporären Spielstraßen" so eingerichtet werden, dass Straßen stundenweise gesperrt werden und so einfach mehr Spielraum gewonnen wird, gerade wenn der Außenbereich von Kinderbetreuungseinrichtungen klein und Park- oder Grünflächen weiter weg gelegen sind.

Gerade jetzt zeigt sich deutlich, dass der Straßenraum einen viel größeren Mehrwert hat, als ein bloßer Durchfahrtsraum für den motorisierten Individualverkehr zu sein, zumal aktuell das Verkehrsaufkommen geringer ausfällt. Selbstverständlich sollen die "Temporären Spielstraßen" mit den Ortsbeiräten, den Kinderbeauftragten, dem Kinderbüro und den Anwohner*innen abgestimmt werden. Deshalb bitten die GRÜNEN im Römer den Magistrat hier auf die Erfahrungen des Pilotprojektes "Vernetzte Begegnungs- und Spielräume" zurückzugreifen. Hier wurde sogar schon ein Verkehrsschild dafür entwickelt.

Wenn wie an der Heidestraße die "Temporäre Spielstraße" zudem in Zusammenarbeit mit dem Spielmobil des Vereins Abenteuerspielplatz Riederwald e.V. umgesetzt werden, werden diese auch gut angenommen, mit einem qualifizierten Angebot an Spielmöglichkeiten.

"In London sind aktuell 150 und in Berlin 40 'Temporäre Spielstraßen' geplant, dann würde es Frankfurt gut zu Gesicht stehen, wenn wir kurzfristig mit 10 Standorten starten und am Ende 20 'Temporäre Spielstraßen' etablieren", so Bernhard Maier abschließend.

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