Vielfältige Frankfurter Sportlandschaft erhalten

Pressemitteilung der GRÜNEN im Römer vom 30. März 2020

Zur Lage der Sportvereine und Sportverbände in der aktuellen Situation erklärt Natascha Kauder, sportpolitische Sprecherin der GRÜNEN im Römer: "In den vergangenen Tagen wurden aufgrund der Corona-Pandemie viele existenziell wichtige Fördertöpfe und Rettungsschirme für Unternehmen, Selbständige und Kultureinrichtungen von Land und Bund auf den Weg gebracht. Der Sport in Deutschland und hier konkret in Frankfurt darf dabei nicht vergessen werden. So benötigen auch Sportvereine und - verbände für die weitere Daseinsfürsorge finanzielle Unterstützung.

Aktuell fordern der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und die 16 Landessportbünde (LSB) von der Landes- und Bundespolitik einen Schutzschirm. Dieser Forderung schließen wir uns mit Nachdruck an", so Kauder.
"Die gemeinwohlorientierten Sportorganisationen sind eine starke Säule Deutschlands und stehen für gesellschaftlichen Zusammenhalt und Miteinander ein", heißt es in einem Schreiben der Verbände. Kauder weiter: "Diese Säule darf gerade in diesen Zeiten nicht ins Wanken geraten, ohne staatliche Unterstützung wird dies jedoch nicht überall gelingen.
Die Folgen für das Zusammenleben, für psychische und physische Gesundheit, Inklusion, Integration und Lebensqualität seien unabsehbar, argumentierten der DOSB und die LSB: zurecht. Schon jetzt gibt es mehr und mehr Sportler*innen, die auf hohem Niveau für Wettkämpfe bis zur Olympiateilnahme trainiert haben und für die jede Infrastruktur wegbricht.
Für Kinder, Jugendliche und erwachsene Sportler*innen sind alternative Einzeltrainings in der Wohnung oder Online-Angebote nur kurzfristige Lösungen. Dies gilt sowohl für den Breitensport als auch den Spitzensport.
Niemand weiß, wie lange die Corona-Pandemie anhält und welche wirtschaftlichen Schäden entstehen. Psychische und physische Auswirkungen könnten eine nicht zu unterschätzende Begleiterscheinung sein. Für die Zeit nach Corona kann Bewegung und Sport daher dann einen der gesellschaftlichen Anker darstellen. Um die Strukturen für die Verbände und Vereine aufrecht zu erhalten, sind deshalb schnelle und unbürokratische Maßnahmen zu einem Schutzschirm für den Sport dringend notwendig", so Kauder abschließend.

Symbolbild von Serena Repice Lentini auf unsplash