Wohnprojekte im Konzeptvergabeverfahren für das AdA stärker fördern

Pressemitteilung vom 01. Juli 2020

Die GRÜNEN im Römer sind bereit, für das gemeinschaftliche und genossenschaftliche Wohnen im Konzeptvergabeverfahren schon jetzt neue Förderwege zu gehen. Der offene Brief der Unterstützer*innen eines niedrigeren Erbbauzins im Rahmen des Konzeptvergabeverfahrens "Akademie der Arbeit" (AdA) in Bockenheim zeigt die Schwächen des aktuellen Verfahrens. Die Grundbedingungen für zukünftige Mietberechnungen, die sich aus dem Kaufpreis eines Gebäudes, der Sanierungskosten und des Erbbauzins berechnen, sind dort äußerst ungünstig, wo die Bodenrichtwerte schon einen Höchststand erreicht haben.

"Es gibt dringenden Handlungsbedarf, um Wohnprojekte mit einem niedrigeren Erbbauzins zu fördern, die im Konzeptvergabeverfahren ihren sozialen oder kulturellen Beitrag leisten", so Bernhard Maier, wohnungspolitischer Sprecher der GRÜNEN im Römer.

Der Vorteil des Konzeptvergabeverfahrens für gemeinschaftliches und genossenschaftliches Wohnen ist vor allem der Mehrwert, der dadurch entsteht, dass neben dem Wohnen auch Räume für eine soziale oder kulturelle Nutzung geschaffen werden. Zudem sollen innovative ökologische Energie- und Mobilitätskonzepte umgesetzt werden. Dafür setzen Wohnprojekte sehr viel Engagement, Zeit und finanzielle Mittel ein und deshalb bedarf es einer Förderung durch verbesserte finanzielle Rahmenbedingungen, die vor allem in der Senkung des Erbbauzinses liegen.

Die GRÜNEN im Römer bitten die am Verfahren beteiligten Institutionen, einen Weg aufzuzeigen, wie mit einer Veränderung der Ausschreibung für die "Akademie der Arbeit" ein neuer Weg für das Konzeptvergabeverfahren in Frankfurt eingeschlagen werden kann. Wenn nötig sollte der aktuelle Abgabetermin der Bewerbungsunterlagen nach hinten verschoben werden.

"Eine Miete von maximal 12 Euro pro Quadratmeter sollte durch veränderte Rahmenbedingungen für gemeinschaftliche und genossenschaftliche Wohnprojekte möglich werden, denn nur so macht das Konzeptvergabeverfahren auch Sinn", so Bernhard Maier abschließend.