Antisemitische Schmierereien am jüdischen Friedhof: Bekämpfung von Antisemitismus auf allen Ebenen bleibt unsere gemeinsame Verantwortung und Verpflichtung!

Gemeinsame Pressemitteilung der GRÜNEN im Römer und der Grünen Jugend Frankfurt vom 24. Juni 2021

Die GRÜNEN im Römer und die Grüne Jugend Frankfurt verurteilen die besorgniserregenden antisemitischen Vorfälle am jüdischen Friedhof, bei der unbekannte Täter*innen Hakenkreuze an Schilder auf dem jüdischen Friedhof geschmiert haben, aufs Schärfste.

"Hierbei handelt es sich um eine menschenverachtende Tat, die auf das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte zurückgreift. Aus eben dieser Vergangenheit wächst nicht nur eine zivilgesellschaftliche Verantwortung, sondern auch eine politische Pflicht, sich jeglichem Antisemitismus auf allen Ebenen entgegenzustellen und jüdisches Leben überall zu schützen", fordert der Stadtverordnete der GRÜNEN im Römer, Emre Telyakar.

Die erneuten antisemitischen Vorfälle, wie die Hakenkreuz-Schmiererei am Tora-Schrein des Frankfurter Flughafens und dem jüngsten SEK-Skandal, bei dem Frankfurter Polizist*innen in Chatgruppen rassistische und antisemitische Inhalte sowie NS-Symbolik verbreiteten, weisen eine bedenkliche Kontinuität auf. Der unabhängige Expertenkreis Antisemitismus des Bundes macht seit Jahren auf die Probleme aufmerksam, doch besonders seit dem Beginn der Corona-Pandemie haben antisemitische Anschauungen und Angriffe stark zugenommen. Dies wird insbesondere durch antisemitische Verschwörungserzählungen der Corona-Leugner-Bewegung, sowie der Nah-Ost-Konflikt Debatte in Deutschland, bei der unter dem Deckmantel der Israel-Kritik israel-bezogener Antisemitismus verstärkt zu Tage trat, befeuert.

Leah Luwisch, Vorstandsmitglied der Grünen Jugend Frankfurt fordert: "Dieser gesellschaftlichen Herausforderung müssen wir Frankfurter*innen uns, als Teil einer vielfältigen Stadt mit 1700-jähriger jüdischer Geschichte, solidarisch entgegenstellen. Hierfür muss die Arbeit von zivilgesellschaftlichen Trägern in der Antisemitismusprävention gestärkt und gesamtgesellschaftliche Konzepte und strukturelle Maßnahmen gefördert werden."