Artenschutz: auch in Frankfurt wichtig!

Pressemitteilung der GRÜNEN im Römer vom 14. Oktober 2021

Zum Beginn der internationalen Verhandlungen um ein weltweites Abkommen für den Artenschutz, das im kommenden Frühjahr im chinesischen Kunming unterzeichnet werden soll, erinnert der umweltpolitische Sprecher der GRÜNEN im Römer, Thomas Schlimme, an die Rolle der Städte im Kampf gegen das Artensterben:

"Aktuelle Studien zeigen: Anders als oft behauptet weisen Städte eine beachtliche Artenvielfalt auf. Allerdings sind viele der Arten gefährdet oder leben nur noch in sehr kleinen Populationen. Es ist unsere gemeinsame Aufgabe, ihre Lebensräume auch in Frankfurt zu schützen, zu erweitern und miteinander zu vernetzen. Umweltdezernentin Rosemarie Heilig hat mit dem "Arten- und Biotopschutzkonzept" gerade erst eine umfangreiche Untersuchung zu den Biotopen in Frankfurt vorgelegt, die uns aufzeigt, welche Lebensräume die Stadt bietet und wo wir Potentiale für den Artenschutz heben können. Dieses Wissen müssen wir uns bei der Weiterentwicklung der Stadt ins Pflichtenheft schreiben und mit Priorität verfolgen. In Kunming werden viele Ziele für das Jahr 2030 verhandelt - auch in Frankfurt sollten wir unseren Teil dazu beitragen und im Jahr 2030 auf die erfolgreiche Umsetzung der im Konzept vorgeschlagenen Maßnahmen zurückblicken können. Zu der Diskussion in Kunming gehört auch, ausreichend Mittel für den Artenschutz bereitzustellen, denn er sichert schließlich unsere gemeinsamen Lebensgrundlagen. Das sollten wir ebenfalls beherzigen!"

Die planungspolitische Sprecherin der GRÜNEN im Römer, Julia Frank, ergänzt: "Nicht nur im Rahmen von größeren Projekten im unbebauten Raum, sondern auch auf den Siedlungsflächen gibt es noch viel Potential, mehr für die Biodiversität zu tun. Bei allen Bauvorhaben muss auch der Artenschutz berücksichtigt werden: angefangen bei Ausgleichsmaßnahmen wie Brutplätzen für Vögel und Fledermäuse oder einer artenreichen Dachbegrünung: Da diese Maßnahmen im Vergleich oft besonders günstig sind, sollten sie auch über das vorgeschriebene Maß hinaus umgesetzt werden. Aber wir brauchen auch eine Planung, die auf die Bedürfnisse von Tieren eingeht - zum Beispiel durch sogenanntes Animal Aided Design und durch einen hohen Anteil unversiegelter und bepflanzter Flächen. Es ist unser aller Verantwortung, den Leitgedanken 'vom Grün her zu planen' bei jedem Vorhaben aufs Neue mit Leben zu erfüllen und so einen Beitrag für die Sicherung der Artenvielfalt zu leisten."