Pressemitteilung der GRÜNEN im Römer vom 15. März 2021

"Die Auswirkungen der Corona-Pandemie werden in diesem Ausbildungsjahr noch stärker zu spüren sein als 2020 - daher rufen auch wir zur Teilnahme an der bundesweiten "Woche der Ausbildung" vom 15. bis 19. März 2021 auf", so Natascha Kauder (die GRÜNEN im Römer).

Der Ausbildungsmarkt ist immer im Frühjahr stark in Bewegung, bzw. sollte stark in Bewegung sein. Doch in diesem Jahr erschwert die Corona-Pandemie den Zugang und die Chancen am Ausbildungsmarkt.

Es fehlt der persönliche Kontakt durch die Berufsberatung in den Arbeitsagenturen und in den Jobcentern. Es finden keine großen Berufsmessen und somit keine größeren Veranstaltungen zur Berufsorientierung statt. Nicht alle Kontakte und Gespräche können über Telefon oder digitale Zugänge ersetzt werden. Betriebe, junge Menschen, Eltern und auch Schulen stehen also vor großen Unsicherheiten.

Vorstand und Verwaltungsrat der Bundesagentur für Arbeit rufen deshalb gemeinsam mit der "Woche der Ausbildung" vom 15. bis 19. März dazu auf, alle Anstrengungen zu unternehmen, damit möglichst viele Betriebe ausbilden und viele junge Menschen eine berufliche Ausbildung absolvieren können. Hierzu gibt es fast in allen Regionen digitale und virtuelle Veranstaltungen für Schülerinnen und Schüler, Eltern und Betriebe.

Wir GRÜNE unterstützen diesen Aufruf, denn Jugendliche sind in ihrer persönlichen und schulischen Entwicklung durch die Pandemie zum Teil sehr eingeschränkt und dürfen nun nicht noch den Sprung in die Ausbildung verpassen.

Vor allem Jugendliche, die besondere Unterstützung benötigen, Jugendliche, die in ihrer Ausbildungswahl unsicher sind und durch Praktika wichtige Einblicke erhalten würden oder auch Jugendliche die weg von den "typischen Top Ten Berufen" wollen, haben aktuell nur eingeschränkte Möglichkeiten, mit Betrieben in echten Kontakt zu kommen.

Laut der Bundesagentur für Arbeit gehen die Zahlen der Bewerber und Bewerberinnen am Ausbildungsmarkt ebenso wie die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen derzeit zurück.

Von Oktober 2020 bis Februar 2021 meldeten sich 294.000 Bewerberinnen und Bewerber für eine Ausbildungsstelle bei den Arbeitsagenturen und Jobcentern. Das sind 40.000 weniger als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig waren 387.000 Ausbildungsstellen gemeldet und somit 37.000 weniger als im Jahr zuvor.

Die Bundesagentur für Arbeit bietet zum Beispiel mit "Check U" ein Tool an, in dem Stärken und Interessen getestet werden können. Es gibt zudem Termine zur Berufsberatung, telefonisch oder per Videochat. Unter http://www.arbeitsagentur.de finden sich viele dieser Angebote auf den jeweils regionalen Seiten der Arbeitsagenturen und Jobcenter.

"Wir müssen gerade jetzt jeden digitalen Zugang für Jugendliche und Betriebe gezielt nutzen. Wir dürfen keine Jugendlichen vergessen oder übersehen, denn sie brauchen nun jede mögliche Unterstützung", so Kauder abschließend.