Der sozialökologische Mietwohnungsbau wird Frankfurt in Zukunft positiv prägen

Pressemitteilung der GRÜNEN im Römer vom 17. Juni 2021

Aus Sicht der GRÜNEN-Fraktion ist die Wohnungspolitik der neuen Römer-Koalition geprägt durch den Willen, so schnell wie möglich mehr Wohnraum zu schaffen, der unter 6 Euro pro Quadratmeter als Wohnung des 1. Förderweges und unter 12 Euro pro Quadratmeter als Wohnungen des 2. Förderweges angeboten werden können, denn in diesen Wohnungssegmenten ist die Nachfrage deutlich höher als der verfügbare Wohnraum. Eine aktuelle Auswertung des Mikrozensus im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung zeigt dies deutlich auf: In Frankfurt müssen immer noch die Hälfte der Mieter*innen mehr als ein Drittel ihres Einkommens für die Miete aufbringen, 28 Prozent haben eine Mietbelastung von über 40 Prozent und knapp 14 Prozent der Mieter*innen zahlen sogar über die Hälfte ihres Einkommens für die Miete.
 
"Anders als die neue Koalition zeigt die die CDU mit ihren aktuellen Äußerungen zur Wohnungspolitik, dass sie nicht an die Menschen denkt, die zwischen 9 und 12 Euro Stundenlohn verdienen oder auch jene, die über kein Einkommen verfügen, aber dennoch in Frankfurt zuhause sind und es auch weiter sein können sollen", so Bernhard Maier, Stadtverordneter der Fraktion der GRÜNEN im Römer, der weiter ausführt: "Menschen, die über ein kleineres Einkommen verfügen, möchte die CDU am liebsten vor die Frankfurter Stadt-Tür auslagern. Stattdessen aber wird die neue Koalition für die dringend benötigte Wende in der Wohnungspolitik sorgen, wenn die Quoten für den geförderten Wohnungsbau mit 50 Prozent deutlich erhöht und für mehr Wohnungen Belegungsrechte angekauft werden, die sonst aus der Sozialbindung fallen."
 
Die Stadtverordnete Julia Frank ergänzt zum geplanten Wegfall des preisreduzierten Eigentumswohnungsbaus: "Zum Beispiel über reduzierte Erbpachtzinsen wird es zukünftig auch für junge, förderfähige Familien zu einer Entlastung kommen können. Der Baustein des preisreduzierten Eigentumswohnungsbaus wurde jedoch mit gutem Grund in der Rangfolge der über den Baulandbeschluss zu finanzierenden Maßnahmen ganz ans Ende gestellt: es ist die teuerste Auflage, die wir den Investor*innen machen können, je Quadratmeter entstehen ca. 2500 Euro Kosten. Es ist auch eine Frage der Gerechtigkeit, sich stattdessen auf die zu konzentrieren, die unsere Unterstützung primär benötigen und darüber hinaus auch ausreichend Gewicht auf die Gestaltung zukunftsfähig geplanter und ökologisch gebauter Quartiere zu legen - zum Wohle aller. Über ein breites Paket mit dem Koalitionsvertrag vorgelegter wohnungspolitischer Maßnahmen wollen wir dazu kommen, dass die finanzielle Belastung durch die Kosten für das Wohnen reduziert wird.", so Frank abschließend.