Endlich Sicherheit für die Wohngemeinschaft Bonameser Straße herstellen

Pressemitteilung der GRÜNEN im Römer vom 9. März 2021

Zur aktuellen Debatte zum Verbleib der Wohngemeinschaft Bonameser Straße erklärt Dimitrios Bakakis (Die GRÜNEN im Römer):

"Angesichts der aktuellen Äußerungen von Bildungsdezernentin Sylvia Weber zum Umgang mit den Bewohner*innen der Wohngemeinschaft Bonameser Straße, fordere ich den Magistrat nun zu entschlossenem und zeitnahem Handeln auf.

Ziel ist es, den seit 1953 in der Bonameser Straße ansässigen Menschen endlich Sicherheit für ihren dortigen Verbleib zu geben. Das mit der Etablierung des Runden Tisches beauftragte Amt für multikulturelle Angelegenheiten (AmkA) verspricht seit geraumer Zeit dessen Einrichtung. Der Runde Tisch wird allerdings unter Verweis auf die Corona-Pandemie immer wieder vertagt. Dies ist in Zeiten von unzählig eingerichteten Videokonferenzen zu den verschiedensten Themen so nicht mehr hinnehmbar. Zudem stellt sich mir die Frage, ob es für einen Grundsatzbeschluss zum Verbleib der Wohngemeinschaft überhaupt einen Runden Tisch braucht. Dieser könnte zwar interne Angelegenheiten zwischen Stadt und Bewohner*innen klären. Er ist aber für die zunächst nötige Revidierung der zuletzt von der Wohnheim GmbH getroffenen Entscheidung, Pachtverträge nicht weiter zu verlängern, sobald ein Elternteil gestorben ist, nicht nötig. Wir setzen uns dafür ein, dass Kinder die Verträge ihrer Eltern übernehmen und auch auf eigene Parzellen ziehen können. Dies ist aktuell nicht vorgesehen, und engt den Lebensraum der Familien immer mehr ein.

Wir GRÜNE im Römer stehen klar auf der Seite der Bewohner*innen und auch Frau Weber hat sich nun unmissverständlich dagegen ausgesprochen "den Familien ihre Wohnverhältnisse weiter zu erschweren und Familienzusammenführungen zu hintertreiben." Auch der Ortsbeirat 9 spricht sich für den Verbleib der Wohngemeinschaft am aktuellen Standort aus. Alle sind sich also einig - jetzt muss gehandelt werden.

Die Stadt Frankfurt muss endlich ihrer Verantwortung nachkommen, und ein klares Zeichen für die Sicherung des Areals und der Verbesserung der Lebensverhältnisse der seit Generationen ausgegrenzten Menschen setzen", so Bakakis abschließend.